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Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Portraitfoto Karin Prien
Karin Prien

Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur

© Bildungsministerium SH

"Ein kulturpolitischer Meilenstein"

Datum 10.02.2020

Die Landesmuseen erhalten in den kommenden Jahren mehr als 50 Millionen Euro für ihre Arbeit.

Planungssicherheit für die Museumslandschaft im echten Norden: In Kiel haben Kulturministerin Karin Prien und die Vorstandsvorsitzenden der Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloss Gottorf (SHLM), Professor Dr. Claus von Carnap-Bornheim und Guido Wendt, eine gemeinsame Zielvereinbarung für die kommenden fünf Jahre unterzeichnet. Damit verpflichtet sich die Stiftung unter anderem, bestimmte Besucherzahlen zu erreichen und sein kulturelles Angebot auszubauen. Im Gegenzug sichert die Landesregierung die Finanzierung der Museen.

Auskömmliche Finanzierung

In den vergangenen Jahren sei die Stiftung immer wieder in Schieflage geraten, da bei der Finanzierung jährliche Tarifsteigerungen oder steigende Sachkosten nicht berücksichtigt worden seien, sagte Kulturministerin Prien bei der Unterzeichnung. "Mit dieser Vereinbarung und der damit einhergehenden auskömmlichen Finanzierung der Stiftung ist uns gemeinsam ein kulturpolitischer Meilenstein gelungen."

Visionen für die Museumslandschaft

Die nun unterzeichnete Vereinbarung umfasst den Zeitraum von 2020 bis 2024 und definiert zehn inhaltliche und organisatorische Ziele. So sollen unter anderem das Jüdische Museum Rendsburg sowie das Freilichtmuseum Molfsee ihr kulturelles Bildungsangebot ausbauen. Das Wikinger-Museum Haithabu erweitert seinen inhaltlichen Schwerpunkt auf die gemeinsame Präsentation des Weltkulturerbes Haithabu/Danewerk. Darüber hinaus stehen ein Werbekonzept, eine Digitalstrategie sowie der Ausbau der Museen im Aufgabenheft der Stiftung. Die Landesmuseen berichten ihre Fortschritte regelmäßig an die Landesregierung, die die Erfolge auswertet.

Mehr als zehn Millionen Euro pro Jahr

Dafür erhöht die Landesregierung ihren Zuschuss: 2020 beträgt er knapp zehn Millionen Euro für den laufenden Betrieb der Museen und berücksichtigt erstmalig auch künftige Tarifsteigerungen sowie gestiegene Betriebskosten.

Darüber hinaus stellt das Land jährlich weitere 1,5 Millionen Euro für Instandhaltung und Investitionen der sechs Museen und zwei Depots bereit. Hinzu kommen weitere 31,2 Millionen Euro aus Bundes- und Landesmitteln für das Entwicklungsprojekt "Masterplan Schloss Gottorf", mit dem das Museumskonzept neu gestaltet und das Schloss barrierefrei ausgebaut werden soll.

Planungssicherheit für den Kulturbetrieb

"Diese Vereinbarung gibt unserem breit aufgestellten Kulturbetrieb eine immens wichtige Planungssicherheit", betonte Professor Dr. Claus von Carnap-Bornheim. Mit den zusätzlichen Mitteln könne die Stiftung ihrer musealen Verpflichtung nun verlässlich nachkommen und sie in den kommenden fünf Jahren zukunftsorientiert weiterentwickeln.

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