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Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Portraitfoto Karin Prien
Karin Prien

Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur

© M. Staudt/grafikfoto.de

Zwischen Tradition und Zukunft

Datum 22.05.2019

Die Landesbibliothek in Kiel wird moderner. Künftig soll dort ein Zentrum für Digitalisierung und Kultur entstehen.

Mitte des 15. Jahrhunderts löste der Buchdruck eine kulturelle Revolution in Europa aus. Während Literatur zuvor in mühevoller Handarbeit abgeschrieben werden musste, erreichten Wissen und neue Ideen durch die steigende Anzahl an Büchern plötzlich immer mehr Menschen. Im 21. Jahrhundert setzt sich diese Entwicklung mit der Digitalisierung fort. Heute lassen sich Informationen mit Lichtgeschwindigkeit um den Globus schicken und von überall bequem abrufen.

Schleswig-Holstein will den Vorteil des digitalen Wandels auch in kultureller Hinsicht nutzen. In der Landesbibliothek in Kiel soll zu diesem Zweck ein Zentrum für Digitalisierung und Kultur entstehen. Kulturministerin Karin Prien hat das Konzept vor Ort vorgestellt.

Chancen der Digitalisierung nutzen

"Wir wollen eine Brücke bauen von der Landesbibliothek als Ort des kulturellen Erbes hinüber ins digitale Zeitalter im Kulturbereich", erklärte die Ministerin.

Das neue Zentrum werde Kultureinrichtungen bei der digitalen Transformation unterstützen, etwa durch Bildungsangebote, Projekte oder Beratung. Ferner soll es ein digitaler Knotenpunkt werden, an dem Besucher sich über digitale Trends informieren, neue Technologien ausprobieren und sich mit Experten austauschen können. Zu diesem Zweck ist das Zentrum auch mit der Fachhochschule Kiel vernetzt und bietet Studenten und Forschern einen Treffpunkt, an dem sie ihre neuesten Erkenntnisse und Entwicklungen einem breiten Publikum vorstellen können.

Künftig soll die Landesbibliothek außerdem zur zentralen Koordinierungsstelle für das "Digitale Haus der Landesgeschichte" werden. In diesem sollen möglichst viele historische Dokumente und Ausstellungsstücke aus Archiven oder Museen digital erfasst und dann im Internet zur Verfügung gestellt werden. Ihre gegenwärtige Aufgabe als landesgeschichtliche Bücherei wird die Bibliothek auch in Zukunft beibehalten.

Ministerin Karin Prien steht neben drei Männern und stellt das Konzept des Zentrums für Digitalisierung un Kultur vor. Ministerin Prien stellt in der Landesbibliothek das Konzept für das Zentrum für Digitalisierung und Kultur vor (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Ministerin Prien stellt zusammen mit Aat Vos (li.) die Pläne für die Landesbibliothek vor. © Staatskanzlei

Prominente Expertise

Parallel zu den neuen Aufgaben werde sich auch das Innere der Landesbibliothek verändern, sagte Prien. Bei der Umgestaltung der Räumlichkeiten im alten Sartori-Speicher setzt das Land auf die Erfahrung eines niederländischen Spezialisten. Der international bedeutende Architekt Aat Vos gilt als Experte für Bibliotheksdesign. Zu seinen bekanntesten Projekten gehören unter anderem die Jugendbibliothek in Oslo sowie die Stadtbibliothek Köln. Er wird dem Land bei der Neugestaltung der Bibliothek beratend zur Seite stehen.

Theater und Museen unterstützen

Der Aufbau eines Zentrums für Digitalisierung und Kultur ist Teil des "Digitalen Masterplans Kultur" der Landesregierung. Er soll Theater, Museen, Bibliotheken und andere kulturelle Einrichtungen im echten Norden unterstützen – zum Beispiel, in dem er geeignete Kommunikationsstrategien erarbeitet und Handlungsempfehlungen formuliert. Dazu sind in der Landesbibliothek ab Herbst zahlreiche Veranstaltungen geplant, in denen die Teilnehmer unter anderem Workshops zur Medienbildung besuchen können oder erfahren, wie sich Virtual Reality für Museen, Theater und andere kulturelle Institutionen einsetzen lässt.

Der "Digitale Masterplan Kultur" zum Herunterladen und Bestellen