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Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Portraitfoto Karin Prien
Karin Prien

Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur

© M. Staudt/grafikfoto.de

Schleswig-Holstein setzt ein Zeichen

Datum 08.01.2019

Noch steht der Digitalpakt nicht. Das Land legt trotzdem vor und richtet zehn Stellen für die Initiative "Digitale Medien im Fachunterricht" ein.

Bahnticket, Hausaufgabenrecherche, Bewerbungsverfahren: Kinder und Jugendliche wachsen heute in einer digitalen Welt auf. Deswegen ist es umso wichtiger, dass sie bereits im Schulunterricht einen selbstständigen und verantwortungsbewussten Umgang mit diesen Medien erlernen. Das Land will die Schulen dafür besser ausstatten und die Lehrer entsprechend schulen.

Das Geld dazu soll eigentlich aus dem "Digitalpakt Schule" kommen. Dieser sieht vor, dass der Bund die Digitalisierung an Schulen über einen Zeitraum von fünf Jahren mit insgesamt fünf Milliarden Euro fördert. Doch der dazugehörige Gesetzesvorschlag befindet sich noch im Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat. Nun hat Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien dem Regierungskabinett die Fortbildungsinitiative "Digitale Medien im Fachunterricht" vorgestellt. Gleichzeitig verkündete sie dazu die Einrichtung zehn neuer Stellen beim Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen (IQSH) verkündet.

Land geht in Vorleistung

"Wir setzen darauf, dass Bund und Länder sich einigen und das Geld vom Bund nach Schleswig-Holstein bald fließt", sagte Prien. Das Land leite schon jetzt das Besetzungsverfahren für diese zehn Stellen ein, um dann schnell und effizient arbeiten zu können. "Wir wollen den Digitalpakt, wir brauchen ihn, und wir gehen als Land Schleswig-Holstein in Vorleistung", fuhr die Ministerin fort. Am Ende stehe die Besetzung der Stellen allerdings unter dem Vorbehalt, dass die Bundesmittel auch tatsächlich zur Verfügung gestellt werden.

Suchen, Präsentieren, Analysieren

Eine zentrale Rolle in der digitalen Bildung fällt dem Fachunterricht zu. Schüler lernen dort, digitale Medien vielseitig zu nutzen und gleichzeitig ihren Umgang damit zu reflektieren. So können im Sportunterricht beispielsweise Fitnessapps zum Einsatz kommen, Online-Wörterbücher das Lernen von Fremdsprachen unterstützen und in Kunstprojekten der Einsatz von Bildmanipulation in Werbung oder Nachrichten analysiert werden. Die schleswig-holsteinischen Lehrkräfte würden sich diesen neuen Themen und Herausforderungen in ihrem Unterricht mit großem Interesse stellen, erklärte die Bildungsministerin. "Sie haben das unter anderem bei unserem Impuls-Kongress 'Digitale Medien im Fachunterricht' im September 2018 gezeigt, an dem mehr als 3.000 Personen teilgenommen haben." Die jetzt gestartete gleichnamige Fortbildungsinitiative sei der notwendige nächste Schritt, dieses Lehrkräfteengagement zu fördern und der starken Nachfrage gerecht zu werden.