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Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Portraitfoto Karin Prien
Karin Prien

Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur

© Bildungsministerium SH

Prien stellt Schülerzahlen vor

Datum 08.08.2019

Für 365.000 Schülerinnen und Schüler im echten Norden beginnt nächste Woche das neue Schuljahr. Dafür stellt das Land neue Lehrkräfte ein.

Die Ferien neigen sich ihrem Ende entgegen: Ab Montag stehen für mehr als 365.000 Kinder und Jugendliche – darunter 22.400 Erstklässler – wieder Mathematik, Deutsch und Kunst auf dem Stundenplan. In Kiel hat Bildungsministerin Karin Prien nun die aktuellen Schülerzahlen vorgestellt – und für die Eltern eine erfreuliche Botschaft: "Ich freue mich Ihnen mitteilen zu können, dass wir die ausgeschriebenen Lehrerstellen im Land überwiegend werden besetzen können", sagte sie. Für das Schuljahr 2019/20 gibt es 23.345 Lehrkräftestellen an Schleswig-Holsteins Schulen. Prien betonte: "Für 259 Stellen werden zum Stichtag 1. August noch Lehrkräfte gesucht, aber allein in den vergangenen drei Tagen haben wir 50 weitere Lehrerinnen und Lehrer eingestellt."

Schwerpunkt Bildung

Die Landesregierung habe Bildung zu einem ihrer Schwerpunkte gemacht, sagte die Ministerin. Rund 28.000 Lehrkräfte sowie mehr als 30.000 Beschäftigte an den Hochschulen, im UKSH oder in Forschungseinrichtungen seien ein Garant dafür, dass Schleswig-Holstein zukunftsorientiert auf Bildung setze.

Diese Schwerpunktsetzung mache sich schon jetzt bezahlt, sagte Prien. Die wieder eingeführte Schulartempfehlung zeige erste positive Auswirkungen auf die Schülerzahlen. Wer künftig sein Kind entgegen der Schulempfehlung auf dem Gymnasium anmelden möchte, muss zuvor an einem Beratungsgespräch teilnehmen. Darüber hinaus können schwächere Schüler im Einzelfall nach dem 5. Jahrgang noch in eine andere Schulart wechseln.

Mehr Lehrkräfte als geplant

Im kommenden Schuljahr werde das Land zur Qualitätsverbesserung im Unterricht 153 Lehrkräftestellen mehr zur Verfügung stellen, als in früheren Haushaltsplanungen vorgesehen waren, sagte Prien. Dadurch ergebe sich rechnerisch eine Unterrichtsversorgung von rund 101 Prozent für alle allgemeinbildenden Schulen und rund 97 Prozent für die berufsbildenden Schulen.

Eine Frau und zwei Männer sitzen auf einem Podium, vor der Frau sind Mikrofone aufgebaut. Bei einer Pressekonferenz in Kiel stellte Bildungsministerin Prien die Schülerzahlen vor. (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Bei einer Pressekonferenz stellte Bildungsministerin Prien die Schülerzahlen vor. © Bildungsministerium

Besonders die Lehrkräftegewinnung entwickle sich positiv, betonte die Ministerin. Für das Wintersemester könne für Schleswig-Holstein mit mehr als 2.500 Lehramts-Studierenden gerechnet werden – 2014 waren es noch 1.500. Auch im Vorbereitungsdienst seien mit fast 2.000 angehenden Lehrern die Zahlen deutlich gestiegen. Als eine der wichtigsten Neuerungen bezeichnete Prien den geplanten sogenannten Regionalzuschlag: Auf Basis der vorliegenden Bewerberzahlen erarbeite die Landesregierung ein Konzept, um angehenden Lehrern zusätzliche finanzielle Anreize zu bieten, wenn sie eine Stelle in einem weniger beliebten Teil des Landes annehmen. Auch mit dem Dualen Studium für das Lehramt an beruflichen Schulen, das im September an der Europa-Universität Flensburg starte, gehe das Land neue Wege, sagte Prien.

Mehr erfahren: Duales Masterstudium "Lehramt an berufsbildenden Schulen"

Maßgeschneiderte Lösungen

Die Ministerin erklärte, die Landesregierung wolle insbesondere Schulen mit besonderen Herausforderungen unterstützen. Deshalb hatte das Bildungsministerium im vergangenen Jahr das Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik beauftragt, einen sogenannten "PerspektivSchul-Index" zu entwickeln. Im April wurden die ersten 20 PerspektivSchulen benannt. "Das sind die Schulen mit dem größten Bedarf. Sie erhalten als erste und über den längsten Zeitraum bis 2024 insgesamt 25,5 Millionen Euro. Wir werden sowohl 2020 als auch 2021 jeweils 20 weitere Perspektivschulen benennen, die zusätzlich gefördert werden", kündigte Prien an. Im Laufe des Schuljahres wolle sie sich persönlich einen Eindruck in den Perspektivschulen verschaffen.

Aus dem Archiv: "Besondere Unterstützung" (Meldung vom 19. April 2019)