Landesportal Schleswig-Holstein

Diese Webseite verwendet Cookies und das Webanalyse-Tool Matomo. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich hiermit einverstanden. Eine Widerspruchsmöglichkeit gibt es hier.

Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Portraitfoto Karin Prien
Karin Prien

Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur

© M. Staudt/grafikfoto.de

Kein Kind ohne Mahlzeit

Datum 11.10.2018

Die Landesregierung stellt 1,5 Millionen Euro bereit, um Schülern aus einkommensschwachen Familien ein warmes Mittagessen zu ermöglichen.

Grundschulkinder sitzen an einem Tisch und essen gemeinsam. Ab August sollen alle Grundschüler in den kreisfreien Städten ein Mittagsessen bekommen. (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)In Zukunft sollen Grund- und Förderschüler in den kreisfreien Städten ein Mittagsessen bekommen. © M. Staudt / grafikfoto.de

Geringere Konzentrationsfähigkeit, schlechtere Leistungen – für Schüler ist ein knurrender Magen fatal. Denn Essen liefert dem Körper wichtige Nährstoffe, von denen fast drei Viertel vom Gehirn beansprucht werden – bei Kindern und Jugendlichen ist der Energiebedarf sogar noch höher. Mit einem Förderprogramm will das Bildungsministerium allen Grund- und Förderschülern ein warmes Mittagessen ermöglichen, unabhängig vom Einkommen der Eltern.

Hilfsprogramm für Kinder

Eigentlich bezuschusst der Staat bereits einen Großteil der Kosten für das Essen in der Schulkantine über das Bildungs- und Teilhabepaket. Kinder aus armen Familien müssen lediglich einen Euro pro Mahlzeit zuzahlen – zu viel für einige Eltern. Hier soll in Zukunft das Projekt "Kein Kind ohne Mahlzeit" einspringen und den Eigenanteil übernehmen. "Wir fangen in den kreisfreien Städten Kiel, Lübeck, Flensburg und Neumünster an und gehen mit dem Projekt zum 2. Schulhalbjahr 2018/19 ins ganze Land", sagte Bildungsministerin Karin Prien in Kiel. In Gesprächen mit den kommunalen Landesverbänden habe man sich darauf verständigt, neben den kreisfreien Städten auch besonders ausgeprägte soziale Problemlagen im kreisangehörigen Bereich miteinzubeziehen. "Es gibt bereits bürgerschaftliche und kommunale Initiativen, die sich für ein kostengünstiges schulische Mittagessen einsetzen. Diese möchten wir unterstützen und stärken", erklärte die Ministerin.

Nicht auf den Bund warten

Bildungsministerin Prien begrüßte, dass der Bund entschieden habe, voraussichtlich ab dem kommenden Jahr den 1-Euro-Eigenanteil für das schulische Mittagessen zu übernehmen. "Aber wir wollen darauf nicht warten und unterstützen schon jetzt mit ‚Kein Kind ohne Mahlzeit‘", sagte die Ministerin. Für das Schuljahr 2018/19 stellt die Landesregierung daher rund 1,5 Millionen Euro bereit.

Antragsfrist läuft

Die kreisfreien Städte können bis zum 26. Oktober die Landesmittel beim Bildungsministerium beantragen. Ab dem 1. Januar 2019 läuft die Antragsfrist für das 2. Schulhalbjahr 2018/19 auch im kreisangehörigen Bereich. Erwartet wird dafür eine finanzielle Unterstützung durch kommunale oder bürgerschaftliche Initiativen. Die Unterstützung ist vorrangig für Regionen mit hoher sozialer Belastung und entsprechend ungünstigen Bildungs-und Teilhabechancen von Kindern und Jugendlichen bestimmt. Im Antrag müssen die Kreise den Anteil der Schüler belegen, die in der Grundschule beziehungsweise am Förderzentrum Bildungs-und Teilhabeleistungen erhalten.