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Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Portraitfoto Karin Prien
Karin Prien

Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur

© Bildungsministerium SH

"Mehr Basiskompetenzen in Deutsch und Mathematik an unseren Grundschulen"

Datum 28.06.2018

Neuregelungen ab 1. August 2018

KIEL. Bildungsministerin Karin Prien hat heute, 28. Juni, für Neuerungen in den Grundschulen den Landes geworben, die ab August in Kraft treten sollen: „Wir schaffen klare Verhältnisse: für die Eltern, die dank verlässlicher Noten in Zukunft besser wissen, wo ihre Kinder stehen, und dank schriftlicher Übergangsempfehlungen von den Grundschulen klare Entscheidungshilfen bei der Schulwahl haben“, sagte Prien in Kiel. Die Lehrkräfte hingegen würden in Zukunft durch die neuen Fachanforderungen unterstützt. "Die darin beschriebenen Methoden ebenso wie Beobachtungskriterien zur Kompetenzermittlung und Hinweise zur Leistungsbewertung schaffen auch hier klare Verhältnisse.“ In den Grundschulen werde das Fundament gelegt für den weiteren Lebensweg der Kinder, „umso wichtiger ist es, dass dieses Fundament solide und tragfähig ist“, sagte Prien. „Deshalb wollen wir die Fertigkeiten und Kenntnisse in der deutschen Sprache beim Lesen und in der Rechtschreibung und in der Mathematik stärken.

In einem Schreiben an alle Grundschulen im Land hat die Ministerin jetzt die Lehrkräfte detailliert über die anstehenden Neuerungen informiert. an. So werde zum 1. August 2018 eine neue Grundschulverordnung in Kraft treten werde. Standardmäßig seien dann Notenzeugnisse mit ergänzendem Kompetenzraster vorgesehen. Zudem werde es ab dem Schuljahr 2018/19 wieder eine schriftliche Empfehlung zum Übergang von der Grundschule in die weiterführende Schule geben, wobei entweder nur die Schulart Gemeinschaftsschule oder beide weiterführenden Schularten (Gemeinschaftsschule und Gymnasium) empfohlen werden können. Sollte ein Kind mit einer Gemeinschaftsschulempfehlung ein Gymnasium besuchen wollen, müssten die Eltern ein Beratungsgespräch mit dem Gymnasium führen.

Die Verbesserung der Kompetenzen in Deutsch und in Mathematik steht im Mittelpunkt der neuen Fachanforderungen, die in verschiedenen Gremien und in Zusammenarbeit mit Experten erarbeitet worden sind. Sie sollen, so die Ministerin in ihrem Schreiben an die Lehrkräfte, ab dem 1. August 2018, beginnend mit dem 1. Jahrgang, eingeführt werden. Prien: „Der Lese- und Schreiblernprozess ist in der Eingangsstufe ein Schwerpunkt in der Arbeit im Fach Deutsch. Das Erlernen der Rechtschreibung spielt von Anfang an eine entscheidende Rolle.“ Sie wies noch einmal darauf hin, dass „eine ausschließliche Schreibung nach Gehör nicht zulässig“ sei. Außerdem sei die Druckschrift nach wie vor als erste Lese- und Schreibschrift vorgesehen, als verbundene Schriften sähen die neuen Fachanforderungen die Lateinische Ausgangsschrift oder die Schulausgangsschrift vor. Die Schulkonferenzen sollten eine verbindliche Schrift für die gesamte Schule festlegen.

Eine weitere Neuerung ist der Grundwortschatz. Er soll den Schulen zum neuen Schuljahr zur Verfügung stehen. Sie können ihn zunächst freiwillig einsetzen, bevor er zum Schuljahr 2019/20 verpflichtend eingeführt werden soll. „Wir werden die Einführung mit Fortbildungen und durch die wissenschaftliche Begleitung an ausgewählten Schulen vorbereiten und die Weiterentwicklung des Rechtschreibunterrichts unterstützen“, so Ministerin Prien in dem Brief. Außerdem werde es ein weiteres Grundschulforum zu diesem Thema geben.

Die neuen Fachanforderungen enthalten auch Beobachtungskriterien zu Kompetenzermittlung am Ende der Eingangsphase und des dritten Jahrgangs. „Sie helfen den Lehrkräften zu erkennen, inwieweit Schülerinnen und Schüler die angestrebten Kompetenzen erworben haben und welche Unterstützungsbedarfe sich gegebenenfalls ergeben“ erläuterte die Ministerin dazu.

Auch für Mathematik treten neue Fachanforderungen in Kraft, in denen „neben inhaltsbezogenen Kompetenzerwartungen auch konkrete Erwartungen bei prozessbezogenen Kompetenzen“ formuliert und mit detaillierten Hinweisen versehen sind, um insbesondere auch fachfremd unterrichtende Lehrkräfte zu unterstützen. Die Ministerin wies außerdem darauf hin, dass zu beiden Fachanforderungen Leitfäden veröffentlicht werden mit didaktischen Erläuterungen und Hinweisen zur Gestaltung von Klassenarbeiten.

Die Bedeutung der Grundschulen und der Grundschulbildung lasse sich laut Prien nicht zuletzt daran ablesen, dass „das Kabinett meinem Vorschlag gefolgt ist, mit Beginn des Schuljahres 2020/21 alle Grundschullehrkräfte stufenweise in die Besoldungsgruppe 13 überzuleiten.“ Dies bedeute zunächst eine Zulage von monatlich 80 Euro zum Grundgehalt A12, die dann jährlich um weitere 80 Euro angehoben werde und ab 1. August 2025 die endgültige Überleitung in die Besoldungsgruppe A13. Für Schulleiterinnen und Schulleiter werde der Einstieg bereits mit einer halben Besoldungsstufe zum Schuljahr 2019/20 beginnen und zum Schuljahr 2020/21 abgeschlossen sein.

Verantwortlich für diesen Pressetext: Thomas Schunck | Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur | Brunswiker Str. 16-22, 24105 Kiel | Telefon 0431 988-5805 | Telefax 0431 988-5903 | E-Mail: pressestelle@bimi.landsh.de | Medien-Informationen der Landesregierung finden Sie aktuell und archiviert im Internet unter www.schleswig-holstein.de | Das Ministerium finden Sie im Internet unter www.schleswig-holstein.de


 

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