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Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Portraitfoto Karin Prien
Karin Prien

Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur

© Bildungsministerium SH

Unterstützung durch den schulpsychologischen Dienst während der SARS-CoV-2 Pandemie

Die Unterstützungsangebote des schulpsychologischen Dienstes stehen weiterhin zur Verfügung, sie werden jedoch an die Regeln zur Eindämmung der Corona-Pandemie angepasst:

  • Die schulpsychologische Beratung aller am Schulleben Beteiligten bei schulischen Problemen wird derzeit telefonisch gestaltet. Dies gilt für Neuanmeldungen ebenso wie für bestehende Beratungsprozesse. Aufgrund des Erlasses „Erlass von Allgemeinverfügungen zum Verbot und zur Beschränkung von Kontakten in besonderen öffentlichen Bereichen“ vom 30. April 2020 können Schulleitungen persönlich in der Schule beraten werden. Sobald persönliche Termine mit den übrigen Statusgruppen unter Wahrung der Hygiene- und Distanzvorschriften möglich sind, werden diese auch wieder angeboten.
    Gerade die aktuelle Situation sowie deren Auswirkungen auf Schülerinnen und Schüler, Eltern sowie in Schule Tätige können zu einem schulpsychologischen Beratungsbedarf führen. Gegebenenfalls können die Schulpsychologinnen und Schulpsychologen auch über weitere Unterstützungsmöglichkeiten in der Region informieren.
    Die schulpsychologischen Beratungsstellen sind weiterhin über die bekannten Telefonnummern zu erreichen. Eine Übersicht ist zu finden unter mehr lesen
    Sollten Eltern mit dem zuständigen Schulpsychologen/der zuständigen Schulpsychologin eine schulpsychologische Diagnostik vereinbart haben, wird um Verständnis gebeten, dass diese derzeit nicht durchgeführt werden kann. Testpsychologische Untersuchungen können aufgrund der Vorgaben zum notwendigen Mindestabstand zwischen Personen nicht stattfinden.
  • Supervision und Coaching für in Schule Tätige werden ebenfalls telefonisch angeboten. Gerade die veränderten schulischen Bedingungen können insbesondere bei Lehrkräften und Schulleitungen einen aktuellen „Reflexionsbedarf“ auslösen. Die Schulpsychologinnen und Schulpsychologen bieten derzeit sehr zeitnah entsprechende Telefontermine an.
    Es wird aber um Verständnis gebeten, dass Gruppenangebote im Moment nicht stattfinden können. Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Supervisionsgruppen können sich jedoch mit ihrem individuellen Anliegen an den zuständigen Schulpsychologen/die zuständige Schulpsychologin wenden.
  • Eine Unterstützung von Schulen in der Nachsorge von schulischen Krisenfällen wird weiterhin angeboten. Anlass können durch die Pandemie ausgelöste Ereignisse sein, wie beispielsweise schwere Krankheitsverläufe in Folge einer SARS-CoV-2-Infektion, Todesfälle (auch Suizid) und Suizidversuche. Aber auch andere Krisenereignisse, die eine Lehrkraft, einen Schüler/eine Schülerin oder auch Eltern betreffen, können sich auf die gesamte Schulgemeinschaft auswirken und ein schulisches Krisenmanagement durch die Schulleitung erfordern. Insbesondere die Informationsweiterleitung ist aktuell besonders schwierig. Aufgrund des fehlenden schulischen Alltags ist es für die Schule herausfordernd, die notwendigen Maßnahmen zur Stabilisierung und zur Bewältigung der Krisensituation einschätzen zu können. Schulleitungen bzw. schulische Krisenteams können eine schulpsychologische Unterstützung zum Krisenmanagement in Anspruch nehmen. Zudem kann nach Aufnahme des Präsenzunterrichts für in Schule Tätige sowie für Schülerinnen und Schüler eine Unterstützung in der Bewältigung und bei der Stabilisierung angeboten werden (sofern hierbei die Regeln zur sozialen Distanz sowie die Hygieneregeln eingehalten werden können).
    Die Unterstützung von Schulen in der Nachsorge bei schulischen Krisenfällen hat Vorrang vor den anderen Tätigkeitsfeldern und wird in der Regel zu zweit übernommen.
    Zudem können Schulleitungen grundsätzlich eine Beratung in Anspruch nehmen, wenn sie bei Schülerinnen und Schülern oder bei in Schule Tätigen ein sehr hohes Stressniveau wahrnehmen. Die Schulpsychologinnen und Schulpsychologen können die Schulleitung zu den Auswirkungen und den Handlungsmöglichkeiten von Schule – auch präventiv – beraten. Die grundlegenden Kenntnisse aus dem Bereich der Krisennachsorge werden von den Schulpsychologinnen und Schulpsychologen auf diese besondere Situation angepasst (insbesondere die Bereiche der Psychoedukation sowie der Aktivierung von Ressourcen und die Anwendung von Bewältigungsstrategien unter Beachtung der derzeitigen Vorgaben).

Die schulpsychologische Unterstützung unterliegt der Schweigepflicht nach § 203 Strafgesetzbuch. Die Inanspruchnahme ist freiwillig; es gibt keinen Dienstweg. Jeder Klient kann sich direkt an das Sekretariat der schulpsychologischen Beratungsstelle wenden.

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