Landesportal Schleswig-Holstein

Diese Webseite verwendet Cookies und das Webanalyse-Tool Matomo. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich hiermit einverstanden. Eine Widerspruchsmöglichkeit gibt es hier.

Ministerium für Justiz, Europa, Verbraucherschutz und Gleichstellung

Portraitfoto Dr. Sabine Sütterlin-Waack
Dr. Sabine Sütterlin-Waack

Ministerin für Justiz, Europa, Verbraucherschutz und Gleichstellung

© M. Staudt/grafikfoto.de

Den Kreislauf durchbrechen

Datum 09.03.2020

In Itzehoe hat Justizministerin Dr. Sabine Sütterlin-Waack die erfolgreiche Arbeit der JVA zur Resozialisierung von Straftätern gewürdigt.

Rund 1.200 Menschen sitzen in Schleswig-Holstein im Gefängnis – damit hat der echte Norden die bundesweit niedrigste Inhaftierungsquote. Dazu trägt auch die gute Resozialisierungsarbeit in den Gefängnissen bei: Wenn Straftäter rechtzeitig auf ihr Leben nach der Haftstrafe vorbereitet werden, erleichtert ihnen das später den Übergang in ein normales Leben in Freiheit.

In der Justizvollzugsanstalt Itzehoe arbeiten die JVA-Mitarbeiter dafür eng mit verschiedenen Partnern aus der Region zusammen: So erhalten Gefangene beispielsweise Hilfe im Umgang mit Suchtmitteln oder Beratungsangebote zum Schuldenabbau. Bei einem Besuch vor Ort dankte Justizministerin Dr. Sabine Sütterlin-Waack allen Beteiligten für ihr langjähriges Engagement.

Häftlinge begleiten, Opfer schützen

"Eine erfolgreiche Wiedereingliederung von Straftätern in die Gesellschaft braucht spezielle Beratungsangebote, die straffällig gewordene Menschen vor, während und nach einer Haftstrafe unterstützen", sagte Sütterlin-Waack. Die Angebote der JVA trügen dazu bei, dass Haftstrafen verkürzt oder in der Zukunft sogar ganz vermieden werden könnten. Diese Arbeit sei die beste Chance, den Kreislauf der Kriminalität zu unterbrechen und damit auch potentielle Opfer zu schützen, erklärte die Ministerin.

Breites Bündnis

Die Justizvollzugsanstalt kooperiert bei ihren Resozialisierungsangeboten mit zahlreichen sozialen Einrichtungen der Region. So bietet etwa die Diakonie Altholstein eine Schuldnerberatung in der JVA an, die Häftlinge auch nach ihrer Entlassung fortführen können. Der Verein "Therapiehilfe" aus Neumünster bietet Hilfestellung bei den Themen Drogen und Alkohol. Außerdem unterstützen die Sozialarbeiter des Vereins für Jugendhilfe und Soziales Pinneberg zahlreiche Resozialisierungsangebote, unter anderem Täter-Opfer-Ausgleiche.

Teilen: