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Ministerium für Justiz, Europa, Verbraucherschutz und Gleichstellung

Portraitfoto Dr. Sabine Sütterlin-Waack
Dr Sabine Sütterlin-Waack

MinisterIn_II

© M. Staudt/grafikfoto.de

Gelungene Kriminalprävention

Datum 17.01.2020

Justizministerin Dr. Sütterlin-Waack hat in Flensburg die erfolgreiche Zusammenarbeit der JVA-Bediensteten und der Diakonie-Sozialarbeiter gewürdigt.

"Eine gelingende Wiedereingliederung von Straftätern in die Gesellschaft und somit ein effektiver Opferschutz braucht spezialisierte Beratungsangebote, die straffällig gewordene Menschen vor, während und nach einer Haftstrafe unterstützen", sagte Justizministerin Dr. Sütterlin-Waack in Flensburg. Dort besuchte sie die Justizvollzugsanstalt und das Diakonische Werk. Seit Jahren organisieren die Mitarbeiter beider Einrichtungen die Schuldnerberatung sowie die Sozialberatung für die Strafgefangenen. Die Ministerin dankte allen für ihre "langjährige, engagierte und hoch qualifizierte Arbeit sowie für ihre vorbildliche Kooperation".

Zahlreiche Angebote in der JVA

In der JVA Flensburg informierte sich die Ministerin über die gemeinsamen Angebote. Zahlreiche Untersuchungs- und Strafgefangene nutzen die Schuldnerberatung, um mit professioneller Unterstützung ihre Finanzen in geordnete Bahnen zu lenken. Kommt es während dieses Verfahrens zur Haftentlassung, kann die Schuldnerberatung bei der Diakonie fortgesetzt werden.

Im Gefängnis findet auch die Sozialberatung statt. Gefangene werden bei ganz konkreten Belangen unterstützt – sei es die Wohnungssicherung während der Inhaftierung, der Kontakt zur Familie oder die Suche nach Arbeit bei bevorstehender Entlassung aus der Haft.

Unterstützung auch nach der Haftzeit

Im Anschluss begrüßte Pastor Thomas Nolte die Ministerin im Diakonischen Werk im Johanniskirchhof. Dort stellten die Mitarbeiter der Diakonie ihre Arbeit im Strafvollzug und in der Nachsorge vor. Neben den Beratungsangeboten in der Haftanstalt bietet das Diakonische Werk betreute Wohnungen für ehemalige Strafgefangene an oder vermittelt gemeinnützige Arbeit.

Bundesweit niedrigste Inhaftierungsquote

"Alle diese Angebote tragen dazu bei, dass die in Schleswig-Holstein bundesweit niedrigste Inhaftierungsquote aufrechterhalten werden kann, indem Haftstrafen durch eine enge Begleitung der Straftäter vermieden oder verkürzt werden", sagte Sütterlin-Waack. Ein solches Zusammenspiel zwischen strafenden und helfenden Institutionen biete beste Voraussetzungen, um Kriminalitätskarrieren zu unterbrechen und potentielle Opfer zu schützen.

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