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Der Ministerpräsident - Staatskanzlei

Portraitfoto Daniel Günther
Daniel Günther

Ministerpräsident - Staatskanzlei

© M. Staudt / grafikfoto.de

Ausgezeichneter Einsatz

Datum 20.10.2020

Drei Bürger:innen engagieren sich für die deutsch-dänische Freundschaft und die Minderheiten – und erhielten nun den Landesverdienstorden.

Dass die Menschen an der deutsch-dänischen Grenze friedlich und freundschaftlich zusammenleben, ist kein Zufall. Hinter dem guten Miteinander stecken viel Arbeit und Ausdauer – von Menschen wie Annemarie Erichsen aus Wees, Jörg-Dietrich Kamischke aus Selk und Inken Völpel-Krohn aus Kiel. Die drei Schleswig-Holsteiner:innen setzen sich seit Jahrzehnten auf unterschiedliche Weise für die Minderheiten und die Grenzregion ein. Dafür hat Ministerpräsident Daniel Günther sie am Dienstag in Kiel mit dem Verdienstorden des Landes ausgezeichnet.

Annemarie Erichsen setzt sich für Frauenrechte ein

Annemarie Erichsen macht sich nicht nur für die dänische Minderheit stark, sondern auch für die Rechte von Frauen. Seit 2001 vertritt sie den dänischen Frauenverein im Landesfrauenrat (LFR). Darüber hinaus engagiert sie sich seit vielen Jahren im "Sydslesvigs Forening", dem größten Kulturverein der dänischen Minderheit, für den sie als Vorsitzende in Glücksburg, im Kreis-Vorstand für Flensburg-Land und im Landesvorstand aktiv ist.

Jörg-Dietrich Kamischke fördert das Verständnis

Das Verständnis und das Vertrauen der Menschen füreinander in der deutsch-dänischen Grenzregion fördern – das ist das Ziel von Jörg-Dietrich Kamischke aus Selk. Seit 1994 setzt er sich als Vorsitzender des Deutschen Grenzvereins für die Zusammenarbeit mit Dänemark ein. Außerdem hat er die drei Bildungsstätten des Deutschen Grenzvereins – die Akademie Sankelmark, den Jugendhof Scheersberg und die Akademie Leck – wesentlich vorangebracht.

Inken Völpel-Krohn hält das Friesische lebendig

Inken Völpel-Krohn sorgt dafür, dass Menschen verschiedener Generationen mit der friesischen Sprache in Berührung kommen – im Kindergarten, in der Universität und durch friesische Kurznachrichten im Radio. Seit 2012 ist sie Vorsitzende des Vereins "Nordfriisk Instituut" und setzt sich in allen friesischen Gremien auf Landesebene ein. Außerdem vertritt die Kielerin die Interessen der Volksgruppe in der Friesenstiftung.

Aufmerksamkeit für die Erfolgsgeschichte "Grenzregion"

"Ihre Arbeit ist ein ganz wichtiger Baustein für das respektvolle und freundschaftliche Verhältnis zwischen Minderheiten und Mehrheit, das wir heute haben", sagte der Ministerpräsident bei der Verleihung des Landesordens in Kiel. Viele Veranstaltungen zum Jubiläumsjahr "100 Jahre Volksabstimmungen – Gemeinsam über Grenzen" hätten coronabedingt abgesagt werden müssen, erklärte Günther. Dennoch solle das besondere Miteinander in der Grenzregion gewürdigt werden: "Wir brauchen Aufmerksamkeit für die Geschichte der Grenzregion, die eine echte Erfolgsgeschichte ist". Er dankte den drei Ausgezeichneten für ihr Engagement: "Sie fördern und schützen unsere kulturelle Vielfalt, auf die wir in Schleswig-Holstein so stolz sind."

Engagement braucht Anerkennung

Der Verdienstorden des Landes Schleswig-Holstein würdigt Verdienste mit landesweitem Bezug.

Zu den Ausgezeichneten der vergangenen Jahre

Weitere Informationen

100 Jahre Volksabstimmungen – Gemeinsam über Grenzen

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