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Der Ministerpräsident - Staatskanzlei

Portraitfoto Daniel Günther
Daniel Günther

Ministerpräsident - Staatskanzlei

© M. Staudt / grafikfoto.de

75 Jahre Kriegsende

Datum 08.05.2020

Zu Beginn der Landtagsitzung haben die Abgeordneten den Opfern des Zweiten Weltkrieges gedacht.

Der 8. Mai 1945 gilt als "Stunde Null" in der Geschichte. In Deutschland prägte Bundespräsident Richard von Weizsäcker 1985 die Bezeichnung "Tag der Befreiung", denn an diesem Tag war der Zweite Weltkrieg in Europa vorbei. Sechs lange Jahre hatte er weltweit mehr als 55 Millionen Menschen das Leben gekostet, viele befanden sich in Gefangenschaft oder auf der Flucht. Zahlreiche Städte und ganze Landstriche glichen Trümmerfeldern.

75 Jahre nach dem Ende der Kampfhandlungen hat der Landtag zu Beginn seiner aktuellen Plenarsitzung am Vormittag den Opfern des Zweiten Weltkrieges gedacht. Die ursprünglich im Anschluss an die Tagung geplante zentrale Gedenkstunde von Landtag und Landesregierung musste aufgrund des Coronavirus abgesagt werden. 

Verpflichtung für die Zukunft

"Dieser Tag war und ist ein 'Tag der Befreiung', daran gibt es nicht den leisesten Zweifel", erklärte Landtagspräsident Klaus Schlie in seiner Eröffnungsrede der Plenarsitzung. Gegenüber den Opfern der NS-Verbrechen und deren Nachfahren sei der 8. Mai eine Verpflichtung, das Geschehene niemals zu vergessen und alles dafür zu tun, dass sich die von Deutschen begangenen Menschheitsverbrechen niemals wiederholten. Der Landtagspräsident erinnerte auch daran, dass sich der damalige schleswig-holsteinische Landtag bereits im Februar 1946 – nur neun Monate nach Kriegsende – zu seiner ersten Sitzung treffen konnte. "Der Tag der Befreiung und der Tag des demokratischen Neuanfangs unseres Landes gehören untrennbar zusammen," sagte Schlie.

Wachsam gegen Extremismus und Rassismus

Ministerpräsident Daniel Günther erinnerte an das historische Datum im Mai 1945: "Millionen ermordete Juden, getötete Soldaten und Zivilisten – das war die bittere Bilanz zum Kriegsende", erklärte Günther. "Diese Geschichte ist Teil unserer Identität. Die Erinnerung ist uns eine Mahnung und lässt uns wachsam bleiben für zunehmenden Extremismus und Rassismus." Für ihn gehe der Tag ebenfalls mit einem Auftrag einher, sagte der Ministerpräsident: "Mir ist es wichtig, am 8. Mai daran zu erinnern, auf welchem moralischen Fundament unser politisches Handeln aufbaut. Dass wir eine Identität mit Geschichte haben, die uns auch heute noch verpflichtet."

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