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Der Ministerpräsident - Staatskanzlei

Portraitfoto Daniel Günther
Daniel Günther

Ministerpräsident - Staatskanzlei

© M. Staudt / grafikfoto.de

Neue Regelungen ab dem 9. Mai

Datum 05.05.2020

In seiner jüngsten Sitzung hat das Kabinett weitere Erleichterungen beschlossen, die am Sonnabend in Kraft treten sollen.

Vor dem morgigen Gespräch zwischen den Ministerpräsidenten der Länder und der Bundeskanzlerin hat das schleswig-holsteinische Kabinett weitere Lockerungen der Corona-Regeln beschlossen. Diese sollen am 9. Mai in Kraft treten – vorausgesetzt, die Bürger halten sich weiterhin konsequent an das Abstandsgebot und beachten die Hygieneempfehlungen wie zum Beispiel regelmäßiges Händewaschen.

Mindestabstände verringert

Bislang müssen Glaubensgemeinschaften sicherstellen, dass sich bei Gottesdiensten, Gebetsrunden und anderen religiösen Veranstaltungen maximal eine Person pro 15 Quadratmeter Fläche aufhält. Ab dem 9. Mai sind zehn Quadratmeter Fläche pro Gläubigem ausreichend. Gleichzeitig müssen die Gemeinschaften jedoch sicherstellen, dass mögliche Infektionsketten rasch und vollständig nachvollzogen werden können. Die neue Regel gilt auch für Museen, Galerien, Gedenkstätten und Ausstellungen.

Auch größere Geschäfte dürfen wieder öffnen

Gleichzeitig hebt die Landesregierung die Verkaufsflächenbeschränkung im Einzelhandel auf. Ab Sonnabend dürfen auch Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von mehr als 800 Quadratmetern wieder öffnen, wenn sie sicherstellen, dass pro eingelassenem Kunden eine Verkaufsfläche von zehn Quadratmetern zur Verfügung steht. Gleichzeitig muss vor den Geschäften die Möglichkeit bestehen, dass Wartende den vorgeschriebenen Mindestabstand zueinander einhalten. "Mit dieser Regelung erübrigen sich nicht nur viele anhängige Klagen von Händlern, sondern wir schaffen auch mehr Praxisnähe", sagte Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz.

Läden mit einer Verkaufsfläche von mehr als 200 Quadratmetern müssen mindestens eine Person damit beauftragen, die Einhaltung der Vorschriften zu kontrollieren. Pro 400 Quadratmetern zusätzlicher Verkaufsfläche ist jeweils eine weitere Kontrollkraft nötig. "Damit gleichen wir uns der Regelung in Mecklenburg-Vorpommern an, wo die vom Bund vorgeschlagene 800-Quadratmeter-Obergrenze bereits schon zum letzten Wochenende gekippt wurde und somit zumindest in der Region um Lübeck auch ein Wettbewerbs-Ungleichgewicht entstanden war", erklärte Buchholz.

Die Bäderverordnung, die sonst in nahezu allen Urlaubsorten in Schleswig-Holstein von März bis Oktober die Sonntagsöffnung ermöglicht, bleibt weiterhin ausgesetzt. Die entsprechend angepasste Verordnung ist zunächst auf den Zeitraum bis zum 18. Mai befristet.

Sport mit Abstand ist möglich

Sport sei schon jetzt wieder weitgehend möglich, sofern er kontaktfrei erfolge, betonte Innenministerin Dr. Sabine Sütterlin-Waack. Dabei differenziere die Landesverordnung nicht zwischen Sportarten. Einzige Bedingung sei die Einhaltung des Abstandsgebotes und der Hygieneregeln. Beim Fußball spreche beispielsweise nichts gegen Elfmeter- oder Freistoßtraining, Zweikampftraining sei jedoch weiterhin nicht erlaubt. Außerdem müsse zuhause geduscht werden.

Hygienekonzepte der Sportverbände auf der Seite des Deutschen Olympischen Sportbunds

Neue Regelungen für Bootsbesitzer

Darüber hinaus hat das Kabinett beschlossen, auf den Inseln die Sportbootbesitzer mit den Dauercampern gleichzusetzen. Damit dürfen ab dem 9. Mai auch die Bootsbesitzer die Inseln betreten.

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