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Der Ministerpräsident - Staatskanzlei

Portraitfoto Daniel Günther
Daniel Günther

Ministerpräsident - Staatskanzlei

© M. Staudt / grafikfoto.de

Unterstützung für besonderen Film

Datum 27.04.2020

Land fördert Filmprojekt "Mitmachen. Mut machen" über mehr politische Teilhabe von Menschen mit Behinderungen aus dem Fonds für Barrierefreiheit.

Dr. Carsten Dethlefs aus Heide ist seit seinem vierten Lebensjahr blind. Das hält den Diplom-Kaufmann und promovierten Wirtschaftswissenschaftler allerdings nicht davon ab, Sachbücher und Romane zu schreiben, sich in der Kommunalpolitik zu engagieren und nun sogar ein eigenes Filmprojekt zu realisieren. "Man kann stets mehr als nur blind zu sein. Auch Menschen mit Behinderung tragen Verantwortung für ihr Land", sagt der 39-Jährige. In seinem gut 20-minütigen Film "Mitmachen. Mut machen" wirbt Dethlefs für die politische Teilhabe von Menschen mit Behinderungen. Er spricht darin auch mit Politikern, die - wie er - eine Behinderung haben, um für das Thema Barrierefreiheit in Gesellschaft und Politik sensibilisieren.

Vorbildliches Projekt, das Mut macht

"Dieses inklusive Projekt ist vorbildlich, setzt wichtige Impulse zur politischen Teilhabe von Menschen mit Behinderungen und erzeugt Verständnis und Mut für sie. Daher haben wir den Film sehr gerne unterstützt“, sagte Staatssekretär Dirk Schrödter, der Chef der Staatskanzlei. Mit knapp 43.000 Euro hat die Landesregierung erstmals ein Filmprojekt aus dem Fonds für Barrierefreiheit finanziell unterstützt. Die Dokumentation sei eine Ermutigung zur Mitwirkung an politischen Prozessen. Es sei allen Beteiligten sehr zu wünschen, dass der Film einem großen Publikum gezeigt werden könne. Da öffentliche Vorführungen zurzeit nicht möglich sind, ist der Film auf YouTube zu sehen. Er soll in diesem Jahr noch in Gebärdensprache übersetzt werden und kann auch für Aus- und Fortbildungszwecke zur Verfügung stehen.

Film "Mitmachen. Mut machen"

Mittel für weitere Vorhaben stehen bereit

Eine finanzielle Unterstützung aus dem Fonds für Barrierefreiheit ist auch für Veranstaltungen, Projekte oder Fortbildungen zu den Themen Inklusion, Teilhabe, Behinderung und Barrierefreiheit möglich. Das Land fördert nicht nur Filme, sondern beispielsweise auch inklusive Sport- und Theaterprojekte für Menschen mit und ohne Behinderungen, Veranstaltungen zur Gebärdensprache, barrierefreie Zugänge für Kirchen oder inklusive kommunale Spielplätze.

Gemeinsam barrierefreien Lebensraum gestalten

"Wichtig ist uns dabei, möglichst den gesamten Lebensraum für Menschen mit Behinderungen barrierefrei zu gestalten", sagte Schrödter. Für den Alltag eines Menschen mit Behinderung reiche beim Arztbesuch nicht nur die barrierefreie Bushaltestelle in der Nähe der Praxis, auch der Eingang und die Räumlichkeiten sollten barrierefrei sein und das Personal für die verschiedenen Behinderungsarten sensibilisiert und geschult. Barrierefreie Insellösungen würden den Menschen nur bedingt weiterhelfen. Menschen mit und ohne Behinderungen sollten die Vorhaben zur Umsetzung von Barrierefreiheit möglichst gemeinsam entwickeln und gestalten.

Dritte Förderperiode läuft bis 2021

Die Auswahl der geförderten Modellvorhaben aus dem Fonds für Barrierefreiheit erfolgt in Abstimmung mit dem Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderung, Professor Ulrich Hase. Nach den ersten beiden Förderperioden mit mehr als 160 Anträgen können jetzt innovative Vorhaben für die dritte Förderperiode entwickelt werden. Anträge können bis zum 1. April 2021 online gestellt werden: https://schleswig-holstein.de/barrierefreiheit

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