Landesportal Schleswig-Holstein

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Der Ministerpräsident - Staatskanzlei

Portraitfoto Daniel Günther
Daniel Günther

Ministerpräsident - Staatskanzlei

© M. Staudt / grafikfoto.de

Helden gesucht!

Datum 25.03.2020

In der Nachbarschaft, im Gesundheitswesen oder bei der Ernte – hier können Schleswig-Holsteiner während der Corona-Krise mithelfen.

Hilfsbereitschaft wird im echten Norden großgeschrieben. Rund eine Million Menschen engagieren sich hier ehrenamtlich, zum Beispiel im Sportverein, der Flüchtlingshilfe oder der Kirche. Wegen der Corona-Krise müssen viele dieser Einrichtungen schließen. Stattdessen steht unsere Gesellschaft nun vor neuen Herausforderungen und viele Menschen fragen sich, wie sie Andere unterstützen können.

Versorgung der Nachbarschaft

Verantwortung für Mitmenschen übernehmen – das fängt meistens direkt in der eigenen Nachbarschaft an. Gerade Ältere und Menschen mit Vorerkrankungen müssen jetzt Außenkontakte meiden und können deswegen nicht mehr selbst Einkaufen gehen oder Besorgungen machen. Vielerorts vernetzen sich deswegen Hilfesuchende und Helfer mit Aushängen, Zetteln in Briefkästen oder online, zum Beispiel über die Plattform "Quarantänehelden" oder Facebookgruppen.

Auch hier gilt, dass direkte Kontakte weitestmöglich zu meiden sind: Einkäufe können beispielsweise vor der Wohnungstür abgestellt und per Überweisung oder PayPal bezahlt werden. Eine Übersicht über bereits bestehende Nachbarschaftshilfen und Tipps für Helfer hat das Ehrenamtportal engagiert-in-sh.de zusammengestellt.

Unterstützung im UKSH

Auch in den Krankenhäusern im echten Norden wird Hilfe benötigt. Die Kliniken bereiten sich derzeit auf einen Anstieg schwerer Betreuungsfälle vor. Das UKSH, mit rund 2.500 Betten und einer halben Million Patienten pro Jahr das größte Krankenhaus in Schleswig-Holstein, sucht deswegen nach medizinischem Fachpersonal und Medizinstudenten zur Unterstützung. Freiwillige können sich online registrieren oder eine E-Mail an helfen@uksh.de schicken.

Nachschub bei Blutspenden

Ein Mann liegt auf einer Liege. Ihm wird Blut abgenommen. Ministerpräsident Daniel Günther im Kieler Blutspendezentrum des UKSH. (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster) Ministerpräsident Daniel Günther im Kieler Blutspendezentrum des UKSH. © Staatskanzlei

Obwohl in den Kliniken aktuell viele nicht zwingend notwendige Behandlungen und Operationen verschoben werden, um Betten für Corona-Patienten frei zu machen, werden nach wie vor täglich rund 15.000 Blutspenden in Deutschland benötigt. Da Blutkonserven nicht langfristig haltbar sind, ist es also wichtig, dass Menschen weiterhin Blut spenden. Neben vielen auch weiterhin stattfindenden Blutspendeaktionen des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) richtet die Organisation zentrale Entnahmestellen ein, in denen eine Blutspende an mehreren Tagen möglich ist. Aktuelle Informationen hierzu finden Sie beim DRK-Blutspendedienst Nord-Ost. In Kiel und Lübeck gibt es darüber hinaus die Möglichkeit, direkt beim UKSH Blut zu spenden.

Wichtig ist: Spendewillige werden nicht auf Corona getestet. Menschen mit Grippe- oder Erkältungssymptomen werden nicht zur Spende zugelassen, für Reiserückkehrer aus Risikogebieten gilt eine Sperrfrist.

Ersatz für Erntehelfer

Aufgrund der Einreisebeschränkungen fehlen in den kommenden Wochen tausende Saisonkräfte für die bevorstehende Ernte. Um Landwirte zu unterstützen und die Versorgung mit heimischen Lebensmitteln zu gewährleisten, werden vor allem Studierende, Kurzarbeiter und Fachkräfte aus dem Einzelhandel und der Gastronomie als Ersatz gesucht. Das Land hat dazu mit dem Bauernverband Schleswig-Holstein und der Arbeitsagentur für Arbeit die Kampagne "Erntehilfe SH" gestartet.

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