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Der Ministerpräsident - Staatskanzlei

Portraitfoto Daniel Günther
Daniel Günther

Ministerpräsident - Staatskanzlei

© M. Staudt / grafikfoto.de

25 Jahre Erzbistum Hamburg

Datum 07.01.2020

Beim Festgottesdienst hat Ministerpräsident Günther das soziale Engagement der katholischen Kirchen in Norddeutschland gewürdigt.

Katholiken sind in Norddeutschland klar in der Minderheit: Nur rund sechs Prozent der Schleswig-Holsteiner gehören einer katholischen Gemeinde an. Insgesamt leben rund 400.000 Katholiken im echten Norden, der Hansestadt Hamburg und der Region Mecklenburg. Sie gehören zum Erzbistum Hamburg, dem größten katholischen Verwaltungsbezirk in Deutschland. In diesem Jahr feiert das Bistum sein 25-jähriges Bestehen. Beim großen Festgottesdienst in Hamburg blickte Ministerpräsident Daniel Günther in seinem Grußwort auf die Geschichte des Bistums zurück.

Engagement und Mitmenschlichkeit

"Bei uns im Norden sind Kirchtürme auch Leuchttürme", sagte Günther. "Leuchttürme des sozialen Engagements, Leuchttürme der Mitmenschlichkeit und ein Licht der Hoffnung für Menschen, die einsam sind oder Hilfe brauchen." Er erinnerte dabei auch an das große Engagement der Kirchen bei der Integration von Flüchtlingen. Viele Katholiken im echten Norden hätten aus der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg selbst Familienmitglieder, die Flucht und Vertreibung erfahren hätten, erklärte Günther. "Sie wissen, was es heißt, alles hinter sich zu lassen, bei Null anzufangen, sich einen neuen Platz um Leben zu suchen – und auch, wie schwer das war."

Mitgliederrückgang fordert Neuorientierung

In seiner Rede ging der Ministerpräsident auch auf die sinkenden Mitgliederzahlen in den evangelischen und katholischen Gemeinden ein. Dies sei ein schwieriger Prozess, der das Erzbistum genauso treffe wie die Nordkirche. "Umso erfreulicher finde ich es, wenn die beiden Kirchen in dieser Lage enger zusammenrücken und an gemeinsamen Angeboten arbeiten", sagte Günther. Er wünschte er den Gemeinden für diesen Weg viele weitere Ideen, helfende Hände und kreative Köpfe.

Hintergrund

Das Land Schleswig-Holstein regelt seine Zusammenarbeit mit der Römisch-Katholischen Kirche seit 2009 mit dem Staatskirchenvertrag. Darin sind unter anderem die staatlichen Leistungen an die Kirche festgelegt, aber auch der Schutz von Feiertagen sowie der Religionsunterricht.

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