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Der Ministerpräsident - Staatskanzlei

Portraitfoto Daniel Günther
Daniel Günther

Ministerpräsident - Staatskanzlei

© M. Staudt / grafikfoto.de

Günther in Angola

Datum 13.07.2019

In Luanda hat der Bundesratspräsident unter anderem Staatsoberhaupt João Lourenço und weitere Vertreter aus Politik, Kultur und Wirtschaft getroffen.

Erste Station von Günthers diplomatischer Reise vom 11. bis 18. Juli war ein dreitägiger Besuch in Angolas Hauptstadt Luanda. Dort wurde der Bundesratspräsident am Donnerstagabend von Emília Carlota Sebastião Celestino Dias empfangen, der ersten Vizepräsidentin der Nationalversammlung. Am Freitag traf sich der Bundesratspräsident beispielsweise mit Parlamentspräsident Fernando da Piedade Dias dos Santos und Staatspräsident João Manuel Gonçalves Lourenço.

"Es ist für mich eine große Ehre, dass der Präsident mich empfangen hat", sagte Günther nach dem Treffen mit Lourenço. "Das Ziel des Gesprächs war, deutlich zu machen, wie wichtig uns in Deutschland die Beziehungen zu Angola sind." Dass sich Lourenço unmittelbar vor einem wichtigen Treffen mit den Staatsoberhäuptern aus dem Kongo, Uganda und Ruanda Zeit für dieses Gespräch genommen habe, zeige umgekehrt, dass auch Angola ein großes Interesse an besseren Beziehungen zu Deutschland habe.

Besuch im Anthropologiemuseum

Am Freitagabend besuchte Günther das nationale Anthropologiemuseum in Luanda und traf dort Kulturministerin Maria da Piedade de Jesus sowie Hochschulministerin Maria Sambo. Das Museum kooperiert seit 2018 mit dem Goethe-Institut und dem Ethnologischen Museum in Berlin, das eine umfangreiche Angola-Sammlung aus dem 19. und 20. Jahrhundert verwaltet. In dem gemeinsamen Projekt wird nun unter anderem das Zustandekommen dieser Sammlung erforscht. Beim Museumsbesuch übergab der Bundesratspräsident auch eine Bücherspende für die dortige Bibliothek.

Am Samstag stand unter anderem ein Besuch des deutschen Stands auf der Investitions- und Konsumgütermesse FILDA auf dem Programm, bevor Günther am Sonntag nach Namibia weiterreist.

Historische Verantwortung

Drei Männer stehen vor einer Vitrine und blicken auf ein Geflecht aus Zweigen. Am Abend besuchte Günther (l.) das nationale Anthropologiemuseum in Luanda. (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Am Abend besuchte Günther (l.) das nationale Anthropologiemuseum in Luanda. © Staatskanzlei

In Namibia, das zwischen 1884 und 1915 unter deutscher Herrschaft stand, wird Günther unter anderem Staatsoberhaupt Dr. Hage Geingob treffen und vor dem Nationalrat des Landes sprechen. Dabei wird der Bundesratspräsident auch auf die gemeinsame Kolonialgeschichte der beiden Länder eingehen. "Wegen der Historie hat Namibia auf meiner Afrika-Reise eine besondere Bedeutung", erklärte Günther im Vorfeld. "Ich werde dort die Gelegenheit nutzen, nicht nur etwas über Perspektiven unserer Zusammenarbeit zu sagen, sondern auch über das Leid, das Deutsche über das Land gebracht haben."

Hintergrund

Seit dem 1. November 2018 ist Daniel Günther Präsident des deutschen Bundesrates. In dieser Funktion leitet er nicht nur die monatlichen Sitzungen der Länderkammer: Der Bundesratspräsident empfängt auch internationale Gäste und unternimmt selbst diplomatische Reisen ins Ausland – so wie jetzt nach Angola und Namibia.

"Ich habe Afrika als Besuchsziel ausgewählt, weil es gemeinsamer Wille in Deutschland ist, uns deutlich mehr um diesen Kontinent zu kümmern", sagte Günther. "In der Vergangenheit haben wir da zu wenig getan." Wegen der Migrationsbewegungen auf dem Kontinent verdiene Afrika weit mehr Aufmerksamkeit.

Länderinformationen

Namibia ist seit 1990 ein eigenständiger Staat, Angola wurde 1975 von Portugal unabhängig. Die beiden Nachbarländer liegen im Südwesten Afrikas und beheimaten viele unterschiedliche Volksgruppen. Während in Angola rund 30 Millionen Menschen leben, zählt das eher dünn besiedelte Namibia nur 2,3 Millionen Einwohner. Beide Länder sind Mitglieder der Afrikanischen Union.

Impressionen vom Angola-Besuch