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Der Ministerpräsident - Staatskanzlei

Portraitfoto Daniel Günther
Daniel Günther

Ministerpräsident - Staatskanzlei

© M. Staudt / grafikfoto.de

Beitrag zur Völkerverständigung

Datum 03.07.2019

Ministerpräsident Günther hat den Deutschen Grenzverein für sein Wirken um das friedliche Miteinander im Deutsch-Dänischen Grenzland gelobt.

Im Deutsch-Dänischen Grenzland leben Mehr- und Minderheiten seit vielen Jahrzehnten friedlich zusammen. Damit ist es zu einem Sinnbild für die Völkerverständigung geworden. 2018 wurde die Region deshalb von der UNESCO zum Immateriellen Kulturerbe erklärt. Auch der Deutsche Grenzverein wirkt an dieser erfolgreichen Entwicklung mit. Die Bedeutung seiner Arbeit hat Ministerpräsident Daniel Günther nun anlässlich eines Festaktes betont.

"In seiner 100-jährigen Geschichte hat der Deutsche Grenzverein die Entwicklung der Grenzregion eng begleitet und geformt", sagte der Regierungschef vor gut 100 Gästen im Akademiezentrum Sankelmark in Oeversee.

Menschen bilden, Vertrauen stärken

Als Träger der Akademie Sankelmark, der Nordsee Akademie und des Internationalen Jugendhofs Scheersberg stehe der Verein zudem für eine Vielfalt an Bildungsangeboten, sagte Günther. Auch dadurch trüge er ganz entscheidend dazu bei, das gegenseitige Vertrauen in der Grenzregion zu stärken und auszubauen.

Das Miteinander über Grenzen hinweg müsse immer wieder erarbeitet werden, fügte Günther hinzu. "Deshalb ist Ihre Arbeit so wichtig für diese Region und darüber hinaus. Auch 100 Jahre nach Ihrer Gründung."

Vorbildcharakter für Europa

Die Entwicklung in der deutsch-dänischen Grenzregion sei eine Erfolgsgeschichte, die auch auf europäischer Ebene erzählt werden müsse. "Denn sie kann helfen zu verstehen, wie aus einer harten Grenze eine friedliche, vielfältige und florierende Grenzregion wird", betonte Günther.

Ministerpräsident Daniel Günther steht an einem Rednerpult. In seiner Rede lobte Ministerpräsident Daniel Günther die 100-jährige Arbeit des Grenzvereins. (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)In seiner Rede lobte Ministerpräsident Daniel Günther die 100-jährige Arbeit des Grenzvereins. © Staatskanzlei

Identität bewahren, Austausch fördern

Der Deutsche Grenzverein wurde am 22. Januar 1919 als Wohlfahrts- und Schulverein gegründet, um Kulturarbeit zu leisten und die Identität der deutschen Minderheit in Nordschleswig zu bewahren. Zu seinen Zielen gehören unter anderem:

  • das Verständnis und Vertrauen der Menschen untereinander zu stärken,
  • den kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Austausch zwischen den Kulturkreisen des Nord- und Ostseeraumes sowie Mitteleuropa zu fördern und
  • Jugendliche und Erwachsene bei der Übernahme von Verantwortung im sozialen, kulturellen und politischen Umfeld zu unterstützen.