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Der Ministerpräsident - Staatskanzlei

Portraitfoto Daniel Günther
Daniel Günther

Ministerpräsident - Staatskanzlei

© M. Staudt / grafikfoto.de

Weltoffene Vordenker ausgezeichnet

Datum 24.06.2019

Wolfgang Schäuble hat den renommierten Weltwirtschaftlichen Preis erhalten. Ministerpräsident Günther lobte seinen Einsatz für die Einheit Europas.

Anglasen, Windjammerparade, Abschlussfeuerwerk – zur Kieler Woche gibt es viele Traditionen. Seit 2005 gehört auch die Verleihung des international bedeutenden Weltwirtschaftlichen Preises dazu. In diesem Jahr zeichnete das Institut für Weltwirtschaft damit Bundestagspräsident Dr. Wolfgang Schäuble, den Präsidenten der Western Union, Hikmet Ersek sowie Professor Daron Acemoglu vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) aus. An der Preisverleihung im Kieler Rathaus nahm auch Ministerpräsident Daniel Günther teil.

In seinem Grußwort hob er die große Bedeutung der Auszeichnung hervor. "Die Auswahl der Preisträger dokumentiert erneut das große wirtschaftliche und politische Ansehen des Weltwirtschaftlichen Preises", sagte er vor rund 250 Gästen.

Signal für europäische Zusammenarbeit

Schleswig-Holstein nutze seine Bundesratspräsidentschaft für ein starkes Bekenntnis zur Europäischen Union und für eine intensive europäische Zusammenarbeit, sagte der Regierungschef. Die Auszeichnung Wolfgang Schäubles mit dem Weltwirtschaftlichen Preis bezeichnete er als wichtiges Zeichen. Das Werben für die Einheit Europas sei stets ein bestimmendes Merkmal von Schäubles politischer Arbeit gewesen. "Auch ihm verdanken wir es, dass die Integration Europas bis heute so weit fortgeschritten ist", betonte Günther.

Um Europa verdient gemacht

Der Bundestagspräsident erhielt den Preis in der Kategorie "Politik" für seine herausragende Arbeit im Zuge der deutschen Wiedervereinigung und der europäischen Integration. Als Mitglied der Bundesregierung und des Bundestags war er an wichtigen europäischen Integrationsschritten beteiligt, etwa an der Einheitlichen Europäischen Akte, dem Vertrag von Maastricht oder dem Lissaboner Vertrag.

Ausgezeichnete Ökonomen

Der Ökonom Daron Acemoglu bekam den Preis in der Kategorie "Wirtschaftswissenschaften" für seine Arbeit in der Armutsforschung. Die Jury lobte zudem seine Fähigkeit, auch komplizierte Forschungsergebnisse verständlich zu erklären und so einem breiten Publikum zugänglich zu machen.

Hikmet Ersek erhielt die Auszeichnung in der Kategorie "Wirtschaft". Er habe die Western Union in seiner Zeit als Präsident zum weltweit größten Anbieter für Zahlungsdienste gemacht und immer wieder Hilfsprogramme in wirtschaftlichen Krisenregionen unterstützt, hieß es zur Begründung.

Hintergrund

Mit dem Weltwirtschaftlichen Preis werden Politiker, Ökonomen und Wissenschaftler ausgezeichnet, die sich in besonderem Maße um die Lösung weltwirtschaftlicher Herausforderungen verdient gemacht haben.

Zu den bisherigen Preisträgern zählen unter anderem der ehemalige Staatspräsident der Sowjetunion, Michail Gorbatschow, sowie der Altbundeskanzler und Ehrenbürger Schleswig-Holsteins, Helmut Schmidt.