Landesportal Schleswig-Holstein

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Der Ministerpräsident - Staatskanzlei

Portraitfoto Daniel Günther
Daniel Günther

Ministerpräsident - Staatskanzlei

© M. Staudt / grafikfoto.de

Gesundheitsver­sorgung im Fokus

Datum 21.05.2019

In Berlin hat sich die Landesregierung zu einer auswärtigen Kabinettssitzung mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn getroffen.

Bund und Länder müssen an einem Strang ziehen, um die Gesundheitsversorgung gerade in den ländlichen Regionen dauerhaft sicherzustellen und so gleichwertige Lebensverhältnisse zu erreichen – das erklärte Ministerpräsident Daniel Günther im Anschluss an eine auswärtige Kabinettssitzung in der schleswig-holsteinischen Landesvertretung in Berlin. Gemeinsam mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hatte das Landeskabinett dort über die aktuellen Herausforderungen der Gesundheitspolitik diskutiert.

Patientennahe Versorgung

"Wir sind uns einig, dass die Grenzen zwischen der Versorgung in Krankenhäusern und bei Hausärzten durchlässiger werden müssen. Nicht das System, sondern die Bedürfnisse der Patienten sollten die Behandlung bestimmen", sagte Günther. Eine bessere Abstimmung könne besonders im ländlichen Raum zur Versorgungssicherheit beitragen und die Notaufnahmen der Kliniken entlasten. Zudem sei eine an die Patienten und deren Bedürfnisse angepasste Verteilung von Ärzten notwendig. Regionale Gegebenheiten wie die Altersstruktur der Bevölkerung müssten bei der Bedarfsplanung besser berücksichtigt werden, erklärte der Ministerpräsident.

Portraitfoto Daniel Günther

Nicht das System, sondern die Bedürfnisse der Patienten sollten die Behandlung bestimmen.

Daniel Günther

Garg wirbt für Portalpraxen

Gesundheitsminister Dr. Heiner Garg warb für die Ausweitung von Anlaufpraxen zu sogenannten "Portalpraxen". Anlaufpraxen befinden sich in der Regel in Krankenhäusern und entlasten die dortigen Notaufnahmen, indem sie die Versorgung von Patienten übernehmen, die keine lebensbedrohlichen Beschwerden haben. Sie sind jedoch aktuell nur außerhalb der Sprechzeiten von regulären Fach- und Hausärzten geöffnet – also nachts, an Wochenenden oder Feiertagen. Mit der Erweiterung zu "Portalpraxen" soll diese Versorgung 24 Stunden täglich angeboten werden. Schleswig-Holstein hatte dazu bereits 2018 eine Bundesratsinitiative gestartet. Diese wird aktuell im Gesundheitsausschuss der Länderkammer weiter diskutiert.

"Ich erwarte, dass unser Vorstoß für Portalpraxen in Berlin umgesetzt wird", sagte Garg. "Mit diesem Schritt lassen sich mit überschaubarem Aufwand Patienten sinnvoll zwischen Kliniken und Praxen steuern."

Weitere Informationen: Bundesratsinitiative zur
Weiterentwicklung der Portalpraxen
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Zahl der Organspenden erhöhen

Das Landeskabinett und Bundesminister Spahn waren sich außerdem einig, dass weitere Anstrengungen erforderlich sind, um die Anzahl von Organspenden zu erhöhen. Dazu sei auch eine rasche Umsetzung des überarbeiteten Transplantationsgesetzes notwendig. Das Gesetz sieht unter anderem vor, dass Kliniken für Organtransplantationen besser vergütet werden.