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Der Ministerpräsident - Staatskanzlei

Portraitfoto Daniel Günther
Daniel Günther

Ministerpräsident - Staatskanzlei

© M. Staudt / grafikfoto.de

Landesregierung will Schiffbau stärken

Datum 24.08.2018

Ministerpräsident Daniel Günther hat in Kiel mit Vertretern der IG Metall Küste über die Zukunft des Schiffbaustandorts Schleswig-Holstein gesprochen.

Mehrere Menschen halten ein Banner mit dem Logo der IG Metall vor sich. Ministerpräsident Daniel Günther mit Mitgliedern der IG Metall Küste. (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Ministerpräsident Daniel Günther (Mitte) mit Mitgliedern der IG Metall Küste. © Staatskanzlei

Aufgrund der weltwirtschaftlichen Lage musste die Schiffbau-Branche 2008 stärkere Einbußen hinnehmen. Seitdem hat sich die Situation des Wirtschaftszweigs in Schleswig-Holstein kontinuierlich verbessert. Um diesen Trend beizubehalten, diskutierten Betriebsräte und Gewerkschafter nun mit Ministerpräsident Daniel Günther über die Zukunft des Schiffbaus im Land.

Auf Augenhöhe mit Raumfahrtindustrie

Günther sieht die Branche in Schleswig-Holstein gut aufgestellt. Im Gespräch mit Vertretern der IG Metall Küste betonte er, dass sich die Landesregierung der Bedeutung des Schiffbaus für den echten Norden bewusst sei. "Die Schiffbau- und Schiffbauzulieferindustrie ist das Herzstück der maritimen Wirtschaft in Schleswig-Holstein und als High-Tech-Industrie auf Augenhöhe mit der Luft- und Raumfahrtindustrie", sagte er. Deshalb wolle die Landesregierung diesen Industriezweig unterstützen, wo immer das möglich sei.

Innovationspotenzial nutzen

Eine tragende Rolle für weiteres Wachstum könnte dabei die Vergabe des Milliarden-Auftrags für den Bau der Mehrzweckkampfschiffe 180 spielen. Jüngst schlossen die Werftengruppe German Naval Yards und ThyssenKrupp Marine Systems ein Kooperationsabkommen zum gemeinsamen Bau dieses neuen Typs. Günther ist sich sicher, dass die Marineschiffbauindustrie in Schleswig-Holstein sowohl für die eigene Marine, als auch für internationale Kunden innovative Lösungen liefern könne.

IGM-Bezirksleiter Meinhard Geiken forderte seitens der deutschen Unternehmen indes ein stärkeres Bekenntnis zu den Arbeitsplätzen im Marineschiffbau: "Die Werftengruppe German Naval Yards steht insgesamt gut da. Wenn weitere Aufträge kommen, werden die Beschäftigten dringend gebraucht." Von ThyssenKrupp erwarte die Gewerkschaft ein deutliches Signal, dass Standorte und Arbeitsplätze im Über- und Unterwasserschiffbau nicht in Frage gestellt werden.

Schiffbau auf gutem Kurs

Derzeit gibt es in Schleswig-Holstein 21 Werften, die jeweils mehr als 20 Mitarbeiter beschäftigen. Trotz der Einbußen durch die Finanz- und Wirtschaftskrise machten diese von 2008 bis 2015 einen Umsatz von 10,5 Milliarden Euro.