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Der Ministerpräsident - Staatskanzlei

Portraitfoto Daniel Günther
Daniel Günther

Ministerpräsident - Staatskanzlei

© M. Staudt / grafikfoto.de

Gegen das Vergessen

Datum 09.08.2018

In Auschwitz haben Daniel Günther, Karin Prien und Thüringens Regierungschef Ramelow mit jungen Juden und Muslimen der Opfer des Holocausts gedacht.

An der sogenannten "Schwarzen Wand" des Stammlagers Auschwitz I, an der unzählige Häftlinge erschossen wurden, legten die Ministerpräsidenten und die Ministerin Kränze nieder. Im Anschluss an den Rundgang durch die Gedenkstätte suchten sie im "Zentrum für Gebet und Dialog" das Gespräch mit den Initiatoren und Gästen der Gedenkveranstaltung. Zur gemeinsamen Erinnerung hatten die Union Progressiver Juden in Deutschland und der Zentralrat der Muslime in Deutschland e.V. eingeladen. 

Mahnung für junge Generation

Hintergrund ist deren Bestreben, die Verständigung von Muslimen und Juden weiter zu verbessern. So betonten die Vorsitzenden beider Verbände vor Ort, wie bedeutsam das gemeinsame Gedenken an den Holocaust für das künftige Miteinander der Menschen in Deutschland ist.

Auch Ministerpräsident Günther erinnerte angesichts der aufkeimenden rechten Strömungen in Europa an die Verantwortung, sich und der jüngeren Generation die Geschichte immer wieder ins Gedächtnis zu rufen: "Vor der Kulisse unserer Vergangenheit müssen wir unser politisches Handeln einordnen. Auch deswegen ist es wichtig, die Erinnerungskultur aufrecht zu erhalten. Damit vor allem die jüngeren Generationen verstehen, was unsere Politik, unsere Gesellschaft und unsere Kultur prägt. Welchen Einfluss die Vergangenheit hat und haben muss."

Drei Männer im Anzug stehen vor einem Gedenkkranz. Ministerpräsident Daniel Günther bei Gedenkminute in Auschwitz (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, Aiman A. Mazyek, und die Ministerpräsidenten Günther und Ramelow (v.r.n.l.) gedenken gemeinsam der Holocaust-Opfer. © Staatskanzlei

Länderübergreifendes Erinnern

Unter den Teilnehmern befanden sich auch junge Kriegsflüchtlinge aus Syrien, die derzeit in Thüringen leben, sowie junge Juden aus Thüringen und Schleswig-Holstein. Sie folgten der Einladung der Initiatoren, sich gegenseitig auszutauschen und so zur besseren Verständigung beizutragen. Dem Besuch der Gedenkstätte in Auschwitz ging ein Kennenlernen der Teilnehmer im "Erinnerungsort Topf & Söhne" bei Erfurt voraus. Die Firma Topf & Söhne war zur Zeit des Nationalsozialismus für den Bau der Krematoriumsöfen in Auschwitz verantwortlich.

Symbol für den Holocaust

Als größtes NS-Konzentrationslager gilt Auschwitz als zentrales Symbol für den Völkermord durch die Nationalsozialisten. Neben dem Stammlager Auschwitz I umfasste der Komplex ein Konzentrationslager in Monowitz, zahlreiche Außenlager und das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. Von 1942 bis zur Befreiung im Januar 1945 durch die sowjetische Armee wurden dort schätzungsweise 1,1 bis 1,5 Millionen Menschen ermordet.