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Der Ministerpräsident - Staatskanzlei

Portraitfoto Daniel Günther
Daniel Günther

Ministerpräsident - Staatskanzlei

© M. Staudt / grafikfoto.de

Ökobetriebe fit machen für die Zukunft

Datum 15.05.2018

Die Landesregierung will dem Ökolandbau in Schleswig-Holstein einen weiteren Schub geben.

Menschengruppe Die Mitglieder des Kabinetts bei der Hofbesichtigung in Krummbek. (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Die Mitglieder des Kabinetts bei der Hofbesichtigung in Krummbek. © Staatskanzlei

Immer mehr Verbraucher wollen wissen, wo ihre Lebensmittel herkommen und wie sie produziert worden sind. Aufgabe der Agrarpolitik sei es, die Entwicklung zur umwelt- und tiergerechten Landwirtschaft zu begleiten und mitzugestalten, sagte Ministerpräsident Daniel Günther in Krummbek (Kreis Plön). So habe sich die Koalition darauf verständigt, die Förderung des Ökolandbaus in dieser Legislaturperiode mit 25 Millionen Euro zusätzlich zu unterstützen. Schon in der Vergangenheit sei die Förderung des Ökolandbaus in Schleswig-Holstein ein echtes Erfolgsprojekt gewesen. Mit den bis 2022 eingeplanten zusätzlichen Mitteln "bieten wir eine sichere Perspektive für die ökologische Landwirtschaft in Schleswig-Holstein".

Kabinett besucht Höfe im Kreis Plön

Der Ministerpräsident äußerte sich am Rande einer auswärtigen Kabinettssitzung im Kreis Plön. Vorangegangen waren Besuche des Himbeerhofs Moorhörn und des Biohofs Muhs. Günther appellierte an ökologisch wirtschaftende Betriebe, Konzepte weiterzuentwickeln, die auf Dauer am Markt erfolgreich sein könnten. Der mit dem Blick auf den Brexit vorgelegte Entwurf für den nächsten EU-Finanzrahmen signalisiere ab dem Jahr 2021 sinkende Zahlungen an die Betriebe. Deshalb komme es darauf an, dass die Branche alles daran setze, zunehmend auf eigenen Beinen zu stehen. Dazu gehöre etwa die Direktvermarktung ökologisch produzierter Lebensmittel.

Regionale Produkte immer beliebter

Günther verwies darauf, dass Lebensmittel regionaler Herkunft seit Jahren in der Gunst der Verbraucher gewachsen seien – mit steigender Tendenz. Studien belegten, dass es sich dabei nicht nur um einen Trend handele, sondern dass regionale Produkte für viele Konsumenten gleichbedeutend sind mit Transparenz, Vertrauen und einem Herkunftsnachweis in Verbindung mit einer besonderen Qualität der Erzeugnisse. Damit leisteten regionale Produkte positive Beiträge zur Steigerung der regionalen Wertschöpfung sowie zum Einkommen der Landwirte.

Ökologisierung der Landwirtschaft

Umweltminister Robert Habeck ergänzte: "Wir brauchen eine Ökologisierung der Landwirtschaft. Und das nicht nur, damit es Umwelt, Natur und Tieren besser geht. Sondern auch, damit Landwirte eine Alternative zum Hamsterrad der Intensivierung haben. Es gibt jenseits des 'Wachse oder Weiche' Wege – deshalb wächst ja der Ökolandbau und die Nachfrage nach Programmen wie Vertragsnaturschutz steigt. In Zukunft müssen Leistungen für Umwelt und Tierwohl stärker belohnt werden."

Himbeerhof und Ökolandbaubetrieb

1996 wurde auf dem Hof Klindt mit der Anpflanzung von Himbeeren ein neuer Betriebszweig aufgebaut. Bauernhofcafé und Hofladen entwickelten sich in den folgenden Jahren. Auf dem Himbeerhof werden neben Himbeeren auch Erdbeeren,Stachelbeeren, rote und schwarze Johannisbeeren, Brombeeren, Jostabeeren und Heidelbeeren zum Selbstpflücken angebaut. Hofcafé und Hofladen sind nur zur Saison geöffnet. Der Himbeerhof Moorhörn der Familie Klindt liegt verkehrstechnisch günstig an der Verbindungsstraße zwischen Schönberg und Probsteierhagen.

Auf 39 Hektar betreibt die Familie Muhs Ökolandbau mit Mutterkuh- und Sauenhaltung. Der Ökolandbaubetrieb verfügt über eine eigene Hofschlachterei. Die Vermarktung erfolgt über Hofladen und Beschickung von drei Wochenmärkten in Kiel, Plön und Schönberg. Der Hof gehört zum bundesweiten Netzwerk "Demonstrationsbetrieb Ökologischer Landbau" und ermöglicht u.a. Hofbesuche.