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Der Ministerpräsident - Staatskanzlei

Portraitfoto Daniel Günther
Daniel Günther

Ministerpräsident - Staatskanzlei

© M. Staudt / grafikfoto.de

Europäische Idee stärken

Datum 09.05.2018

In Lübeck hat Ministerpräsident Günther über die Zukunft Europas gesprochen und dafür geworben, in der jetzigen Krise eine Chance zu sehen.

Ein Mann steht in einem prunkvollen Saal vor zahlreichen sitzenden Gästen und hält eine Rede. In Lübeck rief der Ministerpräsident dazu auf, stärker für Europa zu werben. (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)In Lübeck rief der Ministerpräsident dazu auf, stärker für Europa zu werben. © Staatskanzlei

Es war eine revolutionäre Idee, die dem kriegszerrütteten Europa eine andauernde Phase des Friedens und Wohlstands brachte: Vor mehr als 60 Jahren unterzeichneten Vertreter von sechs europäischen Staaten in Rom ein umfassendes Vertragswerk. Diese sogenannten Römischen Verträge führten zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft, dem Vorgänger der heutigen Europäischen Union (EU).

Stolz auf europäische Errungenschaften

Seitdem ist Europa noch weiter zusammengewachsen: Inzwischen sind 27 Staaten der Union beigetreten. Doch insbesondere in den vergangenen Jahren hat das vereinte Europa mit der Euro-Krise, der Uneinigkeit in der Migrationspolitik und nicht zuletzt dem geplanten Austritt des Vereinigten Königreichs einige Rückschläge hinnehmen müssen.

In Lübeck appellierte der Ministerpräsident daran, den Menschen zu zeigen, welche Vorteile Europa biete: "Freie Presse, freie Meinung, freie Wahlen, freier Handel oder freies Reisen." Auf diese Freiheiten könne man stolz sein, sagte er. "Wir müssen alles daran setzen, dass wir sie nicht wieder verlieren." Bei einer Veranstaltung der größten pro-europäischen Bürgerinitiative Deutschlands, der Europa-Union, sprach der Regierungschef vor Schülerinnen und Schülern im Audienzsaal des Rathauses über die Zukunft Europas.

Menschen für Europa begeistern

In den Diskussionen über Europa müsse es viel stärker um die Lösungen echter Probleme gehen, betonte Günther, etwa die Verteilung von Flüchtlingen oder den Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit. "Wenn wir den Bürgerinnen und Bürgern deutlich machen, dass sie Europa mitgestalten können, wächst auch die Begeisterung für das Europäische Projekt", sagte er. Die aktuelle Krise sei aber auch als Chance für eine Veränderung.

Zwei Männer stehen vor einem Exponat, das aus runden blauen Scheiben besteht, auf die Sätze geschrieben sind. Ein Mann deutet auf eine der Scheiben.  Nach der Eröffnung machten Ministerpräsident Daniel Günther und Kurator Dr. Tillmann Bendikowski, einen Rundgang durch die Ausstellung. (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Nach der Eröffnung machten Ministerpräsident Daniel Günther und Kurator Dr. Tillmann Bendikowski, einen Rundgang durch die Ausstellung. © Staatskanzlei

Ausstellung im Hansemuseum

Am Abend eröffnete der Ministerpräsident im Lübecker Hansemuseum die Ausstellung "Der Konsens. Europas Kultur der politischen Entscheidung". Sie nimmt die Besucher mit auf den Hansetag 1518 und zeigt, wie europäische Einigung vor 500 Jahren ausgesehen hat. Die Ausstellung sei ein Vorzeigeprojekt, lobte Günther. Schließlich sei die Hanse nicht nur mit Lübeck, sondern auch mit dem europäischen kulturellen und politischen Erbe verknüpft.