Landesportal Schleswig-Holstein

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Der Ministerpräsident - Staatskanzlei

Portraitfoto Daniel Günther
Daniel Günther

Ministerpräsident - Staatskanzlei

© M. Staudt / grafikfoto.de

Positivmeldungen der Kreise und kreisfreien Städte

Verantwortlich: Kompetenzzentrum meldepflichtiger Erkrankungen in Schleswig-Holstein, Stichtag 03.04.2020

Regelmäßig aktualisierte Zahlen zum Infektionsgeschehen in Schleswig-Holstein.


Kreis/kreisfreie Stadt

Positivmeldungen
Stand 04.04.
Dithmarschen37
Flensburg27
Herzogtum Lauenburg147
Kiel157
Lübeck103
Neumünster30
Nordfriesland48
Ostholstein51
Pinneberg300
Plön72
Rendsburg-Eckernförde158
Schleswig-Flensburg93
Segeberg134
Steinburg53
Stormarn158
SUMME1.568

Gemeldete Fälle: 1568 Fälle wurden bislang seit Beginn der Epidemie insgesamt in Schleswig-Holstein gemeldet (+ 120 im Vergleich zur Meldung am Vortag).
Die Anzahl inzwischen genesener Personen ist nicht meldepflichtig und daher nicht statistisch bei der Landesmeldestelle erfasst.

Hospitalisierung seit Beginn der Epidemie: 218 Personen sind oder waren demnach in klinischer Behandlung (+ 18 im Vergleich zur Meldung am Vortag)

Hospitalisierung derzeit: 153 Personen befinden sich derzeit in klinischer Behandlung. (+ 8 im Vergleich zur Meldung am Vortag).

Todesfälle: 17 Todesfälle im Zusammenhang mit der Viruserkrankung gemeldet (+ 1 Pinneberg, +1 Stormarn, im Vergleich zur Meldung am Vortag). Enthalten ist ein Todesfall in Ägypten, der Schleswig-Holstein zugerechnet wird, da der Verstorbene Einwohner in Schleswig-Holstein war.

Grafische Aufbereitung Corona-Infektionsgeschehen

FLUSH: Coronavirus, anderes als SARS-IfSG-Meldungen für Schleswig-Holstein Geographische Information (PDF 365KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Erläuterung:
S. 1 Links: Meldedaten der aktuellen Woche
S. 1 Rechts: Addierte Meldedaten der vergangenen 4 Wochen
S. 2 Meldedaten des gesamten Jahres bisher

Basis für die Daten sind die Zahlen, die die Kreise und kreisfreien Städte auf dem offiziellen Meldeweg der Landesmeldestelle mitteilen. Da die Datenerfassung und Übermittlung Zeit benötigt, können Abweichungen von den vor Ort kommunizierten Fällen entstehen.

Fragen und Antworten zur Statistik

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Wie funktioniert die Erfassung der Fallzahlen?

Nach dem Bundes-Infektionsschutzgesetz besteht eine Meldepflicht für festgelegte Erkrankungen. Ärztinnen und Ärzte veranlassen den Test zum Virusnachweis bei Patientinnen oder Patienten auf der Basis definierter Kriterien. Fällt dieser Test positiv aus, melden die Ärztinnen und Ärzte dies an die zuständigen Gesundheitsämter der Kreise und kreisfreien Städte. Bei negativen Testergebnissen besteht keine Meldepflicht. Die Gesundheitsämter veranlassen bei einem positiven Test Maßnahmen, wie beispielsweise die Kontaktpersonen-Ermittlung oder die Anordnung einer häuslichen Absonderung. Und sie melden die Positivfälle über die zentrale Software SurvNet des Robert Koch-Instituts (RKI) an die Landesmeldestelle. Diese ist in Schleswig-Holstein am Institut für Infektionsmedizin der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein angesiedelt.

Die dort aus allen Kreisen und kreisfreien Städten zusammenlaufenden Zahlen werden durch die Landesmeldestelle ausgewertet und von dieser an die Landesregierung weitergegeben. Diese Darstellung gibt die Landesregierung per Pressemitteilungen täglich an die Medien und die Öffentlichkeit weiter, jeweils am Vormittag eine Zusammenfassung des Vortags. Außerdem meldet die Landesmeldestelle die Zahlen über die zentrale Software an das RKI, das aus allen Bundesländern die Zahlen zusammenfasst. Wie die Landesregierung täglich beim Versand der Zahlen mitteilt, kann es auf dem Meldeweg von den Gesundheitsämtern an die Landesmeldestelle zu einem leichten Zeitversatz kommen, beispielsweise, da die Gesundheitsämter ihre Priorität auf die vordringlichen Maßnahmen legen und danach erst die formelle Eingabe der Zahlen vornehmen. Daher beinhalten tagesaktuelle Pressemitteilungen aus den Kreisen und kreisfreien Städten manchmal etwas mehr bestätigte Fälle, als auf dem vorgesehenen Meldeweg eingegangen sind. Die Landesregierung gibt die aus der zentralen Software SurvNet extrahierten Daten an die Öffentlichkeit, da sie transparent über die Epidemie informieren will.

Was machen die verschiedenen Institutionen?

Robert-Koch-Institut (RKI)

Das RKI ist die zentrale Einrichtung der Bundesregierung auf dem Gebiet der Krankheitsüberwachung und -prävention. Es registriert die durch die Gesundheitsämter erfassten und über die Meldestellen der Länder gemeldeten Fälle mit Virusnachweis, unter anderem mit den Angaben zu Hospitalisierungen und Todesfällen.

Landesmeldestelle Schleswig-Holstein

Die Landesmeldestelle besteht auf der Basis des Infektionsschutzgesetzes mit dem Ziel der Überprüfung, Auswertung und Bündelung der Meldedatensätze aus den Gesundheitsämtern der Kreise und kreisfreien Städte. Diese Meldungen gibt sie dann an das RKI weiter. Außerdem erstellt die Landesmeldestelle Auswertungen der Meldedaten zur Veröffentlichung durch die Landesregierung.  

Johns-Hopkins-Universität

Die Johns-Hopkins-Universität ist für ihre Aktivitäten im Public Health-Sektor weltweit anerkannt. Die dort veröffentlichten Daten greifen nach unserem Kenntnisstand auf heterogene Quellen aus dem Internet zurück, unter anderem auf regionale Pressemitteilungen. Dadurch besteht das Risiko von Doppelzählungen. Für Länder ohne ein strukturiertes Meldewesen ist dies eine wertvolle Informationsquelle. Für Deutschland ist das zentrale Meldewesen nach dem Infektionsschutzgesetz die wesentliche Datenquelle, während die Online-Daten aus Baltimore als vorläufige Schätzung und als nicht validiert angesehen werden müssen.

Warum werden die Zahlen nicht täglich gemeldet?

Von den Gesundheitsämtern, der Landesmeldestelle und dem Land werden Daten täglich gemeldet. Aufgrund von Nachmeldungen kann es an manchen Tagen zu einem allerdings geringfügig deutlicheren oder auch schwächeren Anstieg kommen, als es der aktuellen Lage entspricht.

Die Gesundheitsämter der Kreise und kreisfreien Städte sind aufgerufen, so bald wie möglich die Zahlen zu melden und erfüllen dies in der Regel. Sie haben dazu auch zusätzliche Personalkräfte aus anderen Bereichen eingesetzt.

In der jetzigen Epidemie hat der Gesundheitsschutz und der Einsatz zur Rettung von Leben auf allen Ebenen im Zweifel Vorrang vor der Eingabe statistischer Zahlen, dennoch sind diese wichtig und alle Beteiligten arbeiten daran, dass dies so rasch wie möglich geschieht. Dabei handelt es sich um seriöse Priorisierungen in den Arbeitsabläufen des öffentlichen Infektionsschutzes.

Was bedeuten die einzelnen Begriffe in der grafischen Aufbereitung des Corona-Infektionsgeschehen?

Der Begriff "Inzidenz" beschreibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Das "relative Risiko" beschreibt hier das individuelle Risiko der Erkrankung im Vergleich zum Mittelwert.

Warum werden die Genesen oder Verstorbenen immer noch bei der Zahl der Infizierten mitgezählt?

Die Darstellung erfolgt kumulativ, das heißt die Summen seit Beginn der Epidemie und im angegebenen Zeitraum. Erst im zeitlichen Abstand ist es möglich, die Dauer der Erkrankung besser zu beurteilen, aber eben nicht im aktuellen Statusbericht.

Die Anzahl inzwischen genesener Personen ist nicht meldepflichtig und daher nicht statistisch bei der Landesmeldestelle erfasst. Deutschlandweit gibt Schätzungen des RKI, wie viele Personen inzwischen wieder genesen sind.

Für Schleswig-Holstein hat die Landesregierung ein Verfahren zur Erfassung der Ist-Zahl der Hospitalisierungen: Nämlich die der aktuell tatsächlich in den Kliniken befindlichen COVID-19-Patientinnen und Patienten. Diese erfolgt durch fortlaufende Meldungen der Kliniken im Land an das Gesundheitsministerium, um die Auslastung der Krankenhauskapazitäten zu erfassen.

Warum ist eine solche genaue Statistik so wichtig?

  1. ist die Erfassung nach dem Infektionsschutzgesetz vorgegeben,
  2. dient sie der Transparenz und der Einordnung der benötigten Kapazitäten des Gesundheitssystems und
  3. liefert sie bundesweit übergeordnet dem RKI einen Anhaltspunkt für die notwendigen Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie.

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