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Amtsgericht Eutin

© P.Holtkamp / LG Lübeck

Insolvenzsachen

Führung von Insolvenzverfahren

Ausschließlich aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird im Text nur die männliche Form verwendet. Gemeint ist stets die weibliche, die männliche und die diverse Form.

Von den nachfolgenden Ausführungen können sich im Einzelfall Änderungen ergeben.

Das Amtsgericht Eutin ist Insolvenzgericht für die Bezirke der Amtsgerichte Eutin und Oldenburg in Holstein. Das Insolvenzgericht ist zuständig für die Durchführung des Insolvenzverfahrens. Die Aufgaben des Insolvenzgerichts umfassen alle Entscheidungen, die mit dem Insolvenzverfahren einhergehen. Nachstehend sind einige Tätigkeiten aufgeführt (nicht abschließend).

Wichtiger Hinweis

Info Ein Insolvenzverfahren kann nur eröffnet werden, wenn eine die Verfahrenskosten (insb. Gerichtskosten und Insolvenzverwaltervergütung) deckende Masse vorhanden ist.

Ist der Schuldner eine natürliche Person und hat er einen Antrag auf Restschuldbefreiung gestellt, so werden ihm auf Antrag die Kosten des Insolvenzverfahrens bis zur Erteilung der Restschuldbefreiung gestundet, soweit sein Vermögen voraussichtlich nicht ausreichen wird, um diese Kosten zu decken. Hierzu ist ein Antrag auf Kostenstundung (siehe Downloads) erforderlich. Der Schuldner hat dem Antrag eine Erklärung beizufügen, ob ein Versagungsgrund des § 290 Abs.1 Nr. 1 InsO vorliegt (dies ist der Fall, wenn der Schuldner in den letzten fünf Jahren vor dem Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens oder nach diesem Antrag wegen einer Straftat nach den §§ 283 bis 283c des Strafgesetzbuchs rechtskräftig zu einer Geldstrafe von mehr als 90 Tagessätzen oder einer Freiheitsstrafe von mehr als drei Monaten verurteilt worden ist).

Das Insolvenzgericht

  • bestellt zur Sicherung des Vermögens einen vorläufigen Insolvenzverwalter
  • führt (ggf.) im Verbraucherinsolvenzverfahren das Schuldenbereinigungsplanverfahren durch
  • entscheidet über den Antrag auf Insolvenzeröffnung
  • bestellt im Eröffnungsbeschluss den Insolvenzverwalter
  • beaufsichtigt den Insolvenzverwalter
  • entscheidet auf Antrag, ob ein Gegenstand nach § 36 Abs. 1 InsO der Zwangsvollstreckung unterliegt
  • ruft die Gläubigerversammlung ein und leitet diese
  • hebt das Insolvenzverfahren auf
  • entscheidet über den Antrag des Schuldners auf Erteilung der Restschuldbefreiung

Die Eröffnung des Insolvenzverfahrens setzt voraus, dass ein Eröffnungsgrund (Zahlungsunfähigkeit, drohende Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung) gegeben ist.

Den Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens kann sowohl der Schuldner als auch ein Gläubiger stellen. Im Verbraucherinsolvenzverfahren der natürlichen Personen hat sich der Schuldner vorab an eine geeignete Stelle im Sinne des § 305 InsO (z.B. Schuldnerberatungsstellen, Rechtsanwälte) zu wenden, um einen außergerichtlichen Einigungsversuch mit allen Gläubigern zu unternehmen.

Natürliche Personen können zudem einen Antrag auf Erteilung der Restschuldbefreiung stellen. Weitere Information zum Thema Restschuldbefreiung sind der Broschüre des BMJV zu entnehmen.

Zuständig ist das Insolvenzgericht, in dessen Bezirk der Schuldner seinen allgemeinen Gerichtsstand hat (in der Regel Wohnsitz bzw. bei Gesellschaften der Sitz). Liegt der Mittelpunkt einer selbständigen wirtschaftlichen Tätigkeit des Schuldners an einem anderen Ort, so ist ausschließlich das Insolvenzgericht zuständig, in dessen Bezirk dieser Ort liegt.

Im Insolvenzverfahren werden verfahrensleitende Unterlagen im Internet öffentlich bekannt gemacht. Die öffentliche Bekanntmachung genügt zum Nachweis der Zustellung an alle Beteiligten. Die Veröffentlichungen sind unter www.insolvenzbekanntmachungen.de für jedermann einsehbar.

Downloads (siehe auch den Hinweis rechts)

Antrag Regelinsolvenz (natürliche Personen) (PDF 2MB, Datei ist nicht barrierefrei)

Antrag Regelinsolvenz (juristische Personen) (PDF 522KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Antrag Verbraucherinsolvenz

Stundungsantrag

Kontakt

Amtsgericht Eutin

Jungfernstieg 3
23701 Eutin
Telefon: + 49 4521 7056
Fax: + 49 4521 705700

Die genannte E-Mail-Adresse ist nur für Verwaltungsangelegenheiten gültig. In Rechtsangelegenheiten können Anträge und Schriftsätze rechtwirksam nur über die zulässigen Wege des elektronischen Rechtsverkehrs, per Telefax, auf dem Postwege oder zur Niederschrift auf der Geschäftsstelle eingereicht werden.

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Elektronischer Rechtsverkehr