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Zeugenbegleitpersonen

Staatskanzlei

Zeugenbegleitpersonen

Die Prozessbegleiterinnen und Prozessbegleiter sind pädagogisch qualifiziert, Informationen umfassend und in angemessener Form (kindgerecht) zu vermitteln, Ängste vor der Hauptverhandlung zu erkennen und anzusprechen sowie Lösungsmöglichkeiten anzubieten.

Im Kern geht es um die Begleitung von besonders schutzbedürftigen Zeugen vor, während und nach der Hauptverhandlung.

Prozessbegleiterinnen und Prozessbegleiter

Die schleswig-holsteinischen Prozessbegleiterinnen und Prozessbegleiter sind fachlich, persönlich und unterdisziplinär qualifiziert, Informationen umfassend und in angemessener Form (kindgerecht) zu vermitteln, Ängste vor der Hauptverhandlung zu erkennen und anzusprechen sowie Lösungsmöglichkeiten anzubieten.

Hierzu sind sie mit den Gepflogenheiten der einzelnen Gerichte vertraut sowie mit den räumlichen Gegebenheiten in den Gerichtsgebäuden, um bei längeren Wartezeiten den Zeuginnen und Zeugen einen Umgebungswechsel zu ermöglichen. Die Prozessbegleiterinnen und Prozessbegleiter haben psychologische und rechtliche Kenntnisse und sind mit den Belastungsfaktoren vertraut, die mit der Rolle eines Opferzeugen einhergehen können.

Qualifikationen der Prozessbegleiterinnen und Prozessbegleiter

Die Zeugenbegleitung umfasst drei Elemente: Psychosoziale Unterstützung, Vermittlung von Bewältigungsstrategien und Maßnahmen zur Reduzierung von Belastungen sowie Informationsvermittlung. Um all das gewährleisten zu können, werden hohe Ansprüche an die Begleiter gestellt. Sie müssen besonders qualifiziert sein. So ist fachlich ein einschlägiger Abschluss, zum Beispiel im Bereich Sozialpädagogik erforderlich. Notwendig ist auch ein Grundwissen in Medizin, Kriminologie und Recht. Etwa zehn solcher Begleiterinnen gibt es derzeit in Schleswig-Holstein. In den letzten zehn Jahren wurden im Durchschnitt etwa 150 Zeugenbegleitungen durchgeführt.

Vorbereitung auf die Verhandlung

Nach Möglichkeit sollten für jeden Bezirk wahlweise eine weibliche und eine männliche Betreuungsperson zur Verfügung stehen. Als Material zur Vorbereitung speziell der Kinder auf die Hauptverhandlungssituation stehen den Betreuungspersonen ein Gerichtsmodell aus Holz sowie Broschüren zur Verfügung. Sie stellen in kindgerechter Sprache und Form die Aufgaben eines Zeugen in der Hauptverhandlung sowie deren Ablauf dar. Auch der vorherige Besuch einer Gerichtsverhandlung bei der zuständigen Richterin bzw. dem zuständigen Richter ist möglich.

Kein Ersatz für eine psychotherapeutische Behandlung

Die Zeugenbegleitpersonen unterliegen der Datengeheimhaltungspflicht. Sie erhalten weder Akteneinsicht, noch steht ihnen ein Zeugnisverweigerungsrecht zu, so dass sie gegebenenfalls über das, was ihnen die Kinder während der Betreuungszeit anvertraut haben, Angaben machen müssen. Darüber werden auch die betreuten Personen informiert. Die Zeugenbegleitung ist keine rechtliche Beratung und auch kein Ersatz für eine psychotherapeutische Behandlung.

Institutionen, die Zeugenbegleitung anbieten

Wenn Sie eine Begleitung wünschen, wenden Sie sich bitte an die zuständige Staatsanwaltschaft oder an den Frauennotruf Kiel e.V.:

Staatsanwaltschaft bei dem Schleswig-Holsteinischen Oberlandesgericht

Gottorfstraße 2
24837 Schleswig
Telefon: 04621 86-0
Fax: 04621 86-1341
www.gsta.schleswig-holstein.de

Staatsanwaltschaft bei dem Landgericht Flensburg

Südergraben 22
24937 Flensburg
Telefon: 0461 89-0
Fax: 0461 89-389
www.sta-flensburg.schleswig-holstein.de

Staatsanwaltschaft bei dem Landgericht Itzehoe

Feldschmiedekamp 2
25524 Itzehoe
Telefon: 04821 660
Fax: 04821 66-1777
www.sta-itzehoe.schleswig-holstein.de

Staatsanwaltschaft bei dem Landgericht Kiel

Schützenwall 31-35
24114 Kiel
Tel.: 0431 604-0
Fax: 0431 604-3469
www.sta-kiel.schleswig-holstein.de

Staatsanwaltschaft bei dem Landgericht Lübeck

Travemünder Allee 9
23568 Lübeck
Telefon: 0451 371-0
Fax: 0451 371-1399
www.sta-luebeck.schleswig-holstein.de

Frauenberatungs- und Fachstelle bei sexueller Gewalt

Frauennotruf Kiel e.V.
Dänische Straße 3-9
24103 Kiel
Tel.: 0431 91124
Fax: 0431 91925
E-Mail: Frauennotruf.kiel@t-online.de
www.frauennotruf-kiel.de

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