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A 21 - Ausbau der B 404

Staatskanzlei

A 21 - Ausbau der B 404

Die Bundesstraße B 404/A 21 liegt im mittelöstlichen Bereich Schleswig-Holsteins und verläuft in Nord-Süd-Richtung von der Landeshauptstadt Kiel über Bad Segeberg bis nach Schwarzenbek mit Anbindung an die A 1 und A 24.

Neben der A 7 hat der vierstreifige Ausbau der B 404 zur Bundesautobahn A 21 als zweite leistungsstarke Nord-Süd-Achse für den weiträumigen Verkehr und eine optimierte Anbindung der Landeshauptstadt Kiel besondere Priorität. Zwischen Löptin (Anbindung der L 49 und L 67) und der A 1 bei Bargteheide ist die B 404 bereits auf einer Länge von rund 54 km vierstreifig zur A 21 ausgebaut.

Der Ausbau zwischen Kiel und Stolpe ist als fest disponiertes Projekt im Bedarfsplans für die Bundesfernstraßen enthalten. Der Ausbau zwischen den Autobahnkreuzen (AK) Bargteheide (A1/A21) und Schwarzenbek (A 21/A 24) ist als vordringlicher Bedarf und der Ausbau zwischen dem AK Schwarzenbek bis nach Niedersachsen ist als weiterer Bedarf im Bedarfsplan enthalten. Die beiden letztgenannten Abschnitte sind Teil der sogenannten Ostumfahrung Hamburg.

Bereich Kiel bis Stolpe

Für den Verknüpfungsbereich der B 404 auf Kieler Stadtgebiet zwischen der B 76 und Neumeimersdorf liegt eine Machbarkeitsstudie der Stadt Kiel vor, in der vier wesentliche Planfälle untersucht wurden.

Informationen der Stadt Kiel: Führung der A 21 & der Südspange in Kiel

  • Planfall 0+: Nullfall mit bestandsorientierter, optimierter Variante
  • Planfall 1: Ausbau der B 404 zur A 21, Neubau Südspange als B 202
  • Planfall 2: Neubau A 21 als Südspange mit Untervarianten „Nord“ und „Süd“ je nach Lage zur Bahntrasse
  • Planfall 3: Ausbau der B 404 zur A 21 ohne Südspange, aber mit 4-streifigem Ausbau des Wellseedamms

Übersichtskarte zum vierstreifigen Ausbau der B 404 zur A 21 A 21, Gesamtübersicht (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster) A 21 - vierstreifiger Ausbau der B 404: Gesamtübersicht © Verkehrsministerium

Mitte 2019 wurde die Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH (DEGES) mit der Planung und Realisierung des vierstreifigen Ausbaus bzw. Neubaus der A 21 – B 202 Südspange Kiel mit Anschluss an die B 76 beauftragt. Auf Grundlage der vorliegenden Machbarkeitsstudie wird die DEGES die notwendigen weiteren Planungsschritte beginnend mit der Vorplanung einleiten. Im Rahmen der Vorplanung wird die weiter zu verfolgende Variante entwickelt.

Neumeimersdorf bis Wellseedamm: Der sich südlich anschließende rund 1,8 km lange Streckenabschnitt zwischen Neumeimersdorf bis Wellseedamm mit der Anschlussstelle "Wellseedamm" ist bereits vierstreifig ausgebaut und unter Verkehr.

Wellseedamm und Klein Barkau: Für den Abschnitt zwischen Wellseedamm und Klein Barkau wurden die weiteren Planungen im dritten Quartal 2019 von der Landesregierung auf die DEGES übertragen. Die DEGES hat die Planunterlagen des Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr (LBV.SH) übernommen und bereitet diese für das durchzuführende Planfeststellungsverfahren auf. Mit einem rechtskräftigen und vollziehbaren Planfeststellungsbeschluss kann die Realisierung erfolgen.

Klein Barkau und Nettelsee: Für den anschließenden rund 6,2 km langen Abschnitt zwischen Klein Barkau und Nettelsee wurde am 21. Dezember 2016 der Planfeststellungsbeschluss erlassen. Unter Verkehrsminister Dr. Buchholz wurde dieser Abschnitt zum Pilotprojekt für Planungsbeschleunigung erklärt. Am 3. September 2018 erfolgte der offizielle Spatenstich in Beisein von Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz und dem Parlamentarischen Staatssekretär Enak Ferlemann.

Die Baudurchführung ist zum 01.01.2020 vom LBV.SH auf die Autobahn GmbH des Bundes übergegangen und wird von der Außenstelle Rendsburg betrieben. Die Fertigstellung des Gesamtabschnittes ist für das Jahr 2025 vorgesehen. Die Gesamtinvestitionssumme (Bau- und Grunderwerb) beläuft sich derzeit auf rd. 65,5 Millionen Euro. Die Finanzierung erfolgt durch den Bund als Baulastträger.

Nettelsee und Stolpe: Für den rund 6 km langen Abschnitt zwischen Nettelsee und Stolpe wurde der Planfeststellungsbeschluss am 21. Februar 2011 erlassen. Von den drei Teilabschnitten sind die Bereiche Stolpe-Depenau und Depenau-Löptin bereits unter Verkehr.
Der Bereich Löptin-Nettelsee mit rund 1,6 km  Länge befindet sich seit Herbst 2017 im Bau. Die schwierigen Baugrundverhältnisse setzen sich in diesem Abschnitt fort. Die Fertigstellung des Gesamtabschnittes ist für das Jahr 2024 vorgesehen. Die Gesamtinvestitionssumme (Bau- und Grunderwerb) beläuft sich derzeit auf rund 66 Millionen Euro.

Bereich A 1 (Bargteheide) bis A 24

Dreistreifigkeit als Übergangslösung

Aufgrund der besonderen Verkehrssituation im Bereich zwischen der A 1 und der A 24 wird derzeit als Übergangslösung die Einrichtung einer 2+1-Verkehrsführung (Dreistreifigkeit) realisiert. Damit kann die Verkehrssicherheit in diesem Abschnitt erheblich gesteigert werden. In vier Teilbereichen soll mit der Dreistreifigkeit eine Überholmöglichkeit entstehen. Dies soll möglichst im vorhandenen Straßenquerschnitt unter Nutzung abgängiger Radwege mit geringem Kostenaufwand und ohne relevante Eingriffe in den vorhandenen Bewuchs seitlich der B 404 erfolgen.

Fertiggestellt und unter Verkehr sind die südlichen Abschnitte von der A 24 bis Grande, von Trittau bis Kuddewörde und von Lütjensee (L 92) bis Grönwohld (K 31). Für den vierten und letzten Bauabschnitt zwischen der A 1 und Sprenge ist noch das Planfeststellungsverfahren abzuschließen, um Baurecht zu erlangen.

Auf Initiative der Landesregierung Schleswig-Holstein wurde der Abschnitt zwischen der A 1 und A 24 im neuen Bundesverkehrswegeplan (BVWP) 2030 wieder als neues Bauvorhaben in den „Vordringlichen Bedarf“ eingestuft.
Bei einem Ausbau zur Bundesautobahn würde der bestehende dreistreifige Ausbau in die neue Autobahn so weit als möglich integriert werden, so dass die bisherigen finanziellen Aufwendungen nicht verloren gehen.

Östliche Elbquerung bei Geesthacht, Bereich A 24 bis A 39 (NI)

Der Ausbau der A 21 als Ostumfahrung Hamburgs einschließlich Elbquerung bei Geesthacht wird auf langfristige Sicht erforderlich, um dem Fernverkehr aus dem östlichen Raum Norddeutschlands die Möglichkeit zu geben, den Raum Hamburg auf kurzem Weg zu umfahren. Durch eine langfristig vollendete Ostumfahrung sind Entlastungen auf der A 1 zu erwarten, wenn eine verkehrsgerechte Anbindung an das Autobahnnetz in Niedersachsen sichergestellt ist.

Die Weiterführung der A 21 von der A 24 über die Elbe bis hin zur A 39 in Niedersachsen ist im neuen BVWP 2030 als neues Bauvorhaben im Weiteren Bedarf mit Planungsrecht eingestuft.

Vorrang der westlichen Elbquerung bei Glückstadt

Es ist jedoch zu beachten, dass die Realisierung der A 20 mit zusätzlicher westlicher Elbquerung bei Glückstadt Vorrang hat. Ferner ist aus heutiger Sicht eine Finanzierbarkeit beider Elbquerungsprojekte gleichzeitig nicht darstellbar.

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