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Wasserversorgungsanlagen und Trinkwasserinstallationen

© G. Petzold, Sozialministerium

Wasserversorgungsanlagen und Trinkwasserinstallationen

Damit die Trinkwasserqualität vom Wasserwerk bis zur letzten Entnahmestelle beim Verbraucher erhalten bleibt, sind wichtige Punkte zu berücksichtigen:

Wasserversorgungsanlagen

Bei der Planung, dem Bau und Betrieb von Wasserversorgungsanlagen aller Arten, also auch der Trinkwasser-Installation in Gebäuden, sind die allgemein anerkannten Regeln der Technik einzuhalten. Unter diesen Regeln versteht man die von der Fachwelt anerkannten Verfahren und Produkte (zum Beispiel nach DIN oder DVGW), die hygienisch und technisch geeignet sind, die Anforderungen an eine einwandfreie Trinkwasserqualität zu gewährleisten.

Die Errichtung oder die Wiederinbetriebnahme, bauliche Veränderungen oder Änderung des Eigentums oder des Nutzungsrechts einer Wasserversorgungsanlage sind gemäß § 13 Abs. 1 Trinkwasserverordnung dem zuständigen Gesundheitsamt schriftlich anzuzeigen.

Eine Anzeigepflicht gegenüber dem Gesundheitsamt besteht auch

  • für eine Trinkwasserinstallation in einem Gebäude, sofern die Trinkwasserbereitstellung im Rahmen einer öffentlichen Tätigkeit erfolgt, gemäß § 13 Abs. 2 Nr. 5 Trinkwasserverordnung (Formular) und
  • für zeitweilig betriebene Wasserversorgungsanlagen gemäß § 13 Abs. 2 Nr. 6 Trinkwasserverordnung (Formular).


Sind in einem Gebäude zusätzlich zu der Trinkwasserinstallation auch Anlagen vorhanden, die der Abgabe von Wasser dienen, die keine Trinkwasserqualität hat, so sind diese gemäß § 13 Abs. 4 Trinkwasserverordnung dem Gesundheitsamt schriftlich anzuzeigen (Formular).

Trinkwasserinstallationen

Die Trinkwasserqualität kann durch Stagnationsvorgänge, das heißt durch längeren Stillstand des Wassers in Leitungen oder Geräten der Trinkwasserinstallation negativ beeinflusst werden:

  • Mikrobiologische Veränderungen liegen vor, wenn es beispielsweise zu einem Bakterienwachstum und gegebenenfalls zur Bildung eines Biofilms in der Wasserversorgungsanlage kommt.
  • Ändert sich die Temperatur in den Trinkwasserleitungen (physikalische Veränderung), kann dies zu negativen Auswirkungen auf die Trinkwasserqualität bzw. -installation führen. Bei einer Erhöhung der Trinkwassertemperatur kann es zu einem erhöhten Bakterienwachstum kommen. Dies kann zum Beispiel durch fehlende Dämmung bei der Trinkwasserinstallation im Haus oder zu flach verlegten Trinkwasserleitungen im Außenbereich und der dadurch möglichen Erwärmung des Trinkwassers in der Leitung im heißen Sommer eintreten. Bei sehr niedrigen Außentemperaturen kann es beispielsweise zum Platzen von Rohrleitungen kommen, wenn in einem strengen Winter im Außenbereich das Trinkwasser in zu flach oder frei verlegten Trinkwasserleitungen gefriert.

    KupferleitungKupferleitung © G. Petzold, Sozialministerium

  • Zu chemischen Veränderungen kann es kommen, wenn beispielsweise von den Rohrleitungen Werkstoffbestandteile wie Blei oder Kupfer in das Trinkwasser abgegeben werden.

Empfehlung für die Verwendung von Wasser aus dem Zapfhahn

Allen Nutzerinnen und Nutzer von Trinkwasser, insbesondere Eltern mit Säuglingen und Kleinkindern, wird unabhängig vom Installationswerkstoff und der Wasserbeschaffenheit empfohlen, kein Stagnationswasser (Wasser nach längerem Stillstand – zum Beispiel morgens oder nach längerer Abwesenheit) für die Zubereitung von Nahrung und Getränken zu verwenden.

Durch Ablaufen lassen des in den Leitungen stehenden Wassers kann frisches, einwandfreies Trinkwasser aus dem Versorgungsnetz entnommen werden. Die Dauer des Ablaufenlassens richtet sich nach der Länge der Trinkwasserleitung im Haus (circa 1/4 Liter pro Meter).

In der Praxis empfiehlt es sich, das Wasser solange ablaufen zu lassen oder anderweitig zu nutzen, zum Beispiel für die Spülung der Toilette oder für die Benutzung der Dusche, bis es gleichmäßig kühl aus der Leitung kommt. Die Wassertemperatur im Versorgungsnetz liegt im Sommer und im Winter fast immer deutlich fühlbar unter der Temperatur des Wassers, das längere Zeit in der Hausinstallation gestanden hat.

Kontakt

Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren

Adolf-Westphal-Str. 4
24143 Kiel
Telefon: 0431 988-0
Fax: 0431 988-5416
De-Mail: Poststelle@sozmi.landsh.de-mail.de Hinweise zum Mailversand mittels DE Mail

Kontakt

Landesamt für soziale Dienste

Dez. Umweltbezogener Gesundheitsschutz
Brunswiker Straße 4
24105 Kiel
Telefon: 0431 988-4328 (Mo-Fr 8-16.00 Uhr)