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Blei

© G. Petzold, Sozialministerium

Blei

Weshalb wird Blei in der Trinkwasserverordnung geregelt?

Erhöhte Bleiwerte im Trinkwasser können die Gesundheit der Bevölkerung gefährden. Daher wurde bereits im Jahr 2001 in der Trinkwasserverordnung eine gestaffelte Absenkung des Grenzwertes für Blei im Trinkwasser festgelegt, um den Betreiberinnen und Betreibern von Trinkwasser-Installationen ausreichend Zeit zu geben, bis zum Inkrafttreten dieses Grenzwertes entsprechende Sanierungsmaßnahmen durchzuführen.

Welcher Grenzwert gilt für Blei?

Bei der Abgabe von Trinkwasser muss gemäß der Trinkwasserverordnung der Grenzwert von 0,010 Milligramm pro Liter eingehalten werden. Dieser Grenzwert gilt seit dem 1. Dezember 2013.

Welche Verpflichtungen ergeben sich hieraus für Betreiberinnen und Betreiber?

Einen sicheren und dauerhaften Schutz vor erhöhten Bleiwerten kann allein durch einen Austausch noch vorhandener Bleileitungen gewährleistet werden. Daher sollten Betreiberinnen und Betreiber entsprechende Sanierungsmaßnahmen durchführen lassen.

Zudem sind die Betreiberinnen und Betreiber von Trinkwasser-Installationen zeitgleich verpflichtet, ihre Anschlussnehmerinnen und Anschlussnehmer über noch vorhandene Bleileitungen zu informieren, sobald sie von bestehenden Bleileitungen Kenntnis erlangen. Betreiberinnen und Betreiber von Trinkwasser-Installationen, die mit Blei belastetes Trinkwasser abgeben, machen sich gegebenenfalls strafbar. Sollte Ihre Wasserversorgungsanlage noch aus Bleileitungen bestehen oder Teile aus Blei enthalten, sind Sie gemäß der novellierten Trinkwasserverordnung verpflichtet, Ihre Anschlussnehmerinnen und Anschlussnehmer hierüber zu informieren.

Warum kann man Bleileitungen in der Trinkwasser-Installation finden?

Bleileitungen wurden zum Teil bis Anfang der siebziger Jahre verbaut. Erst 1973 wurde der Einbau von Bleileitungen endgültig verboten. Daher sind in Altbauten immer noch Bleileitungen in der Trinkwasserinstallation zu finden.

Wie kann ich mich vor Blei im Trinkwasser schützen?

Sollten in Ihrer Trinkwasser-Installationen noch Bleileitungen vorhanden sein, wird Ihnen empfohlen, das Wasser so lange ablaufen zu lassen, bis es gleichmäßig kalt aus der Leitung fließt. Erst dann sollte das Wasser zum Trinken und Kochen verwendet werden. Einen sicheren Schutz vor Blei im Trinkwasser bietet jedoch allein der Austausch der Bleileitungen. Denn das Ablaufen lassen des Trinkwassers ist nicht ausreichend, um den Grenzwert von 0,010 Milligramm pro Liter sicher zu unterschreiten.

Das abgelaufene Wasser kann aufgefangen und für andere Zwecke wie zum Beispiel Blumengießen verwendet werden. Um Wasser zu sparen, sollte das Trinkwasser aus der Leitung entnommen werden, wenn es bereits relativ frisch ist (zum Beispiel nach dem Duschen, Waschen oder der Toilettenspülung).

Sind Bleileitungen noch häufig in Altbauten zu finden?

Das Landesamt für soziale Dienste hat Ende des Jahres 2004 gemeinsam mit den kommunalen Gesundheitsbehörden und dem Medizinaluntersuchungsamt am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein für 1.000 Haushalte kostenlose Untersuchungen von Trinkwasserproben auf Blei angeboten. Insgesamt 684 Haushalte nahmen das Angebot wahr.

Weitere Informationen zu den Untersuchungen erhalten Sie auf der Seite "Blei im Trinkwasser". Eine Zusammenfassung der Studie ist auf Anfrage beim Landesamt für soziale Dienste erhältlich und steht zum Herunterladen zur Verfügung.

Weitere Informationen und Empfehlungen zu diesem Thema erhalten Sie hier:

Infoblatt "Blei im Trinkwasser" (PDF 72KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Bericht "Trinkwasserleitungen aus Blei in Hausinstallationen"

Kontakt

Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren

Adolf-Westphal-Str. 4
24143 Kiel
Telefon: 0431 988-0
Fax: 0431 988-5416
De-Mail: Poststelle@sozmi.landsh.de-mail.de Hinweise zum Mailversand mittels DE Mail

Kontakt

Landesamt für soziale Dienste

Dez. Umweltbezogener Gesundheitsschutz
Brunswiker Straße 4
24105 Kiel
Telefon: 0431 988-4328 (Mo-Fr 8-16.00 Uhr)