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"Ab aufs Rad im echten Norden" 

Staatskanzlei

"Ab aufs Rad im echten Norden" 

Die Radstrategie Schleswig-Holstein 2030

Bis zum Jahr 2030 sollen Fahrräder knapp ein Drittel des Verkehrs auf Schleswig-Holsteins Straßen ausmachen – das ist ein Ziel der "Radstrategie Schleswig-Holstein 2030", die Politik, Verwaltung und Verbände gemeinsam erarbeitet haben.

Allein in dieser Legislaturperiode will die Landesregierung 25 Millionen Euro zur Umsetzung der Radstrategie investieren: Zusätzlich zu den bereits mit dem Koalitionsvertrag bereit gestellten zehn Millionen Euro wurden weitere 15 Millionen Euro aus dem Programm "Für Schleswig-Holstein – in der Krise stehen wir zusammen" (vom 25. September 2020) zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus erhalten die Kommunen zusätzliche 20 Millionen Euro für den Ausbau ihrer Radinfrastruktur.

Radverkehrsanteil erhöhen

Der Anteil des Radverkehrs im echten Norden ist seit 2008 leicht gesunken und Schleswig-Holstein musste im Ranking der Flächenländer den ersten gegen den dritten Platz tauschen. Das soll sich nun ändern. Die drei Hauptziele der Radstrategie sind:

  • Anteil des Radverkehrs bei der Verkehrsmittelwahl ("Modal-Split-Anteil") erhöhen – insbesondere bei kurzen Wegen.
  • Anzahl der Unfälle, in die Radfahrer verwickelt sind (2019 waren das fast 4.600), innerhalb der nächsten zehn Jahre halbieren.
  • Schleswig-Holstein im Radtourismus unter die Top-3-Länder bringen.

Radwege, Fahrradbügel und Servicestationen

Zu den bereits beschlossenen Projekten zählen mehrere Lückenschlüsse bei Radwegen an Landesstraßen. Zudem werde das Land laut dem Minister ein spezielles Infrastruktur-Programm auflegen. Hierbei sollen in den kommenden zwei Jahren unter anderem 10.000 Fahrradbügel an öffentlichen Einrichtungen oder Bushaltestellen sowie 100 Selbst-Servicestationen an hochfrequentierten Radstrecken errichtet werden.

Portraitfoto Dr. Bernd Buchholz

In zehn Jahren sollen mehr als 40 Prozent unserer Gäste sagen, dass die Radfahrmöglichkeiten ein triftiger Grund waren, im echten Norden Urlaub zu machen.

Dr. Bernd Buchholz

Umsetzung mit Begleitung

Ein Partner bei der Umsetzung der Radstrategie wird die Kommunale Arbeitsgemeinschaft zur Förderung des Fuß- und Radverkehrs in Schleswig-Holstein (RAD.SH) sein, der schon 45 Kreise, kreisfreie Städte und Kommunen angehören und die vom Land gefördert wird. Auch der ADFC Schleswig-Holstein begrüßte die Verabschiedung der Strategie und will die Umsetzung eng begleiten.

www.rad.sh

Zwei Radfahrer fahren an einem Schild vorbei, dass auf den Ochsenweg verweist. Der Ochsenweg führt Radfahrer an geschichtsträchtigen Stätten vorbei. (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster) Der Ochsenweg führt Radfahrer an geschichtsträchtigen Stätten vorbei. © M. Ruff / grafikfoto.de

Radtouristisch an die Spitze

In Schleswig-Holstein verlaufen aktuell 5.200 Kilometer Radwege an sogenannten klassifizierten Straßen, zudem sind 13 touristische Radfernwege mit 3.000 Kilometern Länge ausgewiesen. Bei den ADFC-Radreiseanalysen landete Schleswig-Holstein 2018 auf Platz 5, im letzten Jahr jedoch nicht mehr unter den Top Ten.

Damit das Land wieder an die Spitze kommt, soll das landesweite Radverkehrsnetz systematisch weiterentwickelt werden – und zwar sowohl die Infrastruktur für den Alltagsverkehr als auch für die touristischen Radverkehre.