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Digitalisierungspreis
"Best of Digitales.SH"

© senoldo / fotolia.de

Digitalisierungspreis
"Best of Digitales.SH"

Die Landesregierung verleiht jährlich den Digitalisierungspreis "Best of Digitales.SH", im Jahr 2019 bereits zum zweiten Mal. Damit möchte das Land auf die zahlreichen engagierten lokalen Akteure mit vielfältigen Aktivitäten und Möglichkeiten im Zuge der Digitalisierung aufmerksam machen und herausragende Projekte ehren.

Es gibt zahlreiche tolle Entwicklungen und Ideen made in Schleswig-Holstein, die mehr Aufmerksamkeit verdienen. Deshalb hat die Landesregierung den mit insgesamt 70.000 Euro dotierten Digitalisierungspreis "Best of Digitales.SH" ins Leben gerufen, um den Kreativen im Land dabei zu helfen, bekannter zu werden. Der Preis wurde 2018 zum ersten Mal verliehen. Gefragt sind alle herausragenden und innovativen Projekte und Ideen, die den Digitalen Wandel in Schleswig-Holstein vorantreiben.

Im Wettbewerbsjahr 2019 gab es zwei Preiskategorien. In der Kategorie I wurden Preise zum Thema "Digitalisierung in der Logistik" vergeben. Hier konnten Projekte eingereicht werden, die sich mit der Digitalisierung von Geschäftsprozessen, der Erhöhung der Transparenz von Liefer- und Produktionsketten sowie der Vernetzung von Prozessen beschäftigten. Zudem richtete sich die Preiskategorie an Projekte, die sich mit der Entwicklung und/oder der Nutzung datengetriebener Entscheidungen und Anwendungen künstlicher Intelligenz in Handel, Transport und verarbeitendem Gewerbe auseinandersetzen.

Die Preiskategorie II widmete sich dem Thema "Digitalisierung im ländlichen Raum". Ausgezeichnet wurden dabei Projekte, die sich mit bürgerschaftlichem Engagement im ländlichem Raum auseinandersetzen und dabei zentral auf digitale Technologien setzen. Weitere Aspekte waren das digitale Handwerk und digitale Kompetenzen im wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben.

Der Digitalisierungspreis im Detail

Gründungsjahr: Der Preis wurde erstmals im Jahr 2018 vergeben.

Ausrichter: Das für das Thema "Digitalisierung" zuständige Ministerium ist der Träger des Preises.

Vergabeturnus: Der Preis wird jährlich vergeben.

Vergabeform und Preisgeld: Das Preisgeld betrug 2019 insgesamt rund 70.000 Euro und wurde aufgeteilt in zwei Kategorien vergeben.

Vergabegremium: Das Gremium besteht aus sechs Personen und wird paritätisch mit Frauen und Männern sowohl mit Vertretern der Landesregierung als auch externer Institutionen oder Verbände besetzt. Der CIO des Landes Schleswig-Holstein, Sven Thomsen, nimmt beratend an den Sitzungen des Auswahlgremiums teil.

Informationen zur Bewerbung

Wer kann sich bewerben? Der Preis richtet sich an den nicht-öffentlichen Bereich in Schleswig-Holstein. Allein von Kommunen oder Landesbehörden realisierte Projekte oder getragene Initiativen sind nicht Ziel des Preises. Bei gemeinsamen Initiativen oder Projekten zwischen öffentlichem und nicht-öffentlichem Bereich in Schleswig-Holstein ist nachzuweisen, dass der Anteil öffentlicher Mittel nicht mehr als 50 Prozent der Gesamtkosten ausmacht. Berücksichtigt werden ausschließlich Personen (über 18 Jahre) mit Wohnsitz sowie Organisationen/Institutionen und Unternehmen mit Sitz in Schleswig-Holstein. Auszuzeichnende Projekte bzw. Produkte müssen in Schleswig-Holstein entwickelt und umgesetzt worden sein.

Begonnene, jedoch noch nicht zu Ende geführte Projekte, müssen eine erfolgreiche Umsetzung innerhalb einer Frist von drei Monaten nach Bewerbungsschluss durch entsprechende Projektplanungen erkennen lassen.

Dürfen Sie sich selber auf die Prämie bewerben? Es sind nur Eigenbewerbungen möglich.

Bis wann können Sie sich bewerben? Die Bewerbungsfrist für den Digitalisierungspreis 2019 endete am 6. Juni 2019. Die Preisverleihung fand im Rahmen der Digitalen Kieler Woche am 11. September 2019 statt.

Ansprechpartner im Digitalisierungsministerium:
Sven Röhl
Telefon: 0431-988-7883
E-Mail: digitalisierungspreis@lr.landsh.de

Die Preisträger 2019

Preiskategorie "Digitalisierung in der Logistik"

1. Platz: EinStückLand GmbH, Kayhude

Gewinner der Kategorie "Digitalisierung in der Logistik" wurde das Unternehmen "EinStückLand" aus Kayhude. Von seinem Online-Marktplatz für Fleischprodukte profitieren regionale Landwirtschaftsbetriebe und Verbraucher gleichermaßen: Über die Plattform werden Bauern mit Kunden in ganz Deutschland verbunden. Konsumenten bestellen das Fleisch dabei vor – so wird ein Rind erst dann geschlachtet, wenn alle Teile des Tieres verkauft worden sind.

2. Platz: CoWorkLand eG, Kiel

Die "CoWorkLand-Genossenschaft" stellt Gründern überall im Land "Coworking-Spaces" zur Verfügung. In diesen meist offenen Büroräumen finden Selbstständige oder Unternehmensgründer einen voll ausgestatteten Arbeitsplatz, den sie für wenig Geld mieten können. Da dort auch zahlreiche weitere Startups oder größere Unternehmen tätig sind, bietet ein Coworking-Space zudem Gelegenheit, sich mit anderen Firmen zu vernetzen und Ideen auszutauschen. Darüber hinaus erfahren junge Unternehmer dort, wie sie Produkte vermarkten und sich um Fördermittel bewerben können.

3. Platz: #RegionalDigital GbR, Kiel

Historische Informationen will die Firma "RegionalDigital" auf einer digitalen Plattform anbieten. Dabei konzentriert sich das Unternehmen auf Zeitzeugenberichte zu verschiedenen historischen Ereignissen im echten Norden. Das Besondere: An der Open-Source-Software können sich alle Nutzer aktiv beteiligen. Sie können etwa ihre Großeltern oder die ältere Nachbarin befragen – deren Erzählungen werden anschließend digital auf der Plattform gespeichert und sind für Jedermann zugänglich. Nicht nur das Interesse an Regional- und Landesgeschichte soll so gestärkt werden, sondern auch der Austausch zwischen den Generationen.

Preiskategorie "Digitalisierung im ländlichen Raum"

1. Platz: Sourceboat GmbH & Co. KG, Löwenstedt

Mit dem "Knoop" (plattdeutsch für Knopf) gewann das "Sourceboat"-Team aus Löwenstedt den ersten Platz in der Kategorie "Digitalisierung im ländlichen Raum". In der nordfriesischen Gemeinde werden nach Mitternacht die Straßenlaternen abgeschaltet. Mit der Handy-App "Knoop" können die Anwohner des Ortes sie nun bei Bedarf wieder einschalten. So brennt das Licht nur dann, wenn es auch gebraucht wird. Im Video schildert Unternehmensgründer Simon Hansen, wie er auf die Idee gekommen ist und welche weiteren Vorteile Knoop für Bürger und Kommunen bietet.

2. Platz: meteolytix GmbH, Kiel

Die "meteolytix GmbH" hat gemeinsam mit der Fachhochschule Kiel und der Bäckerei Günther eine künstliche Intelligenz entwickelt, die Prognosen zu Verkaufszahlen tätigen kann. Sie errechnet unter anderem anhand von Wetterdaten, an welchen Tagen Kunden mehr Produkte kaufen und an welchen weniger. Unternehmen können die Menge an produzierten Waren damit optimal an die Nachfrage anpassen – und müssen seltener nicht verkaufte Produkte entsorgen.

3. Platz: Chefs Culinar GmbH & Co. KG, Kiel

Ziel des Projekts der Firma "Chefs Culinar" ist es, die Warenauslieferung an Firmen digital zu dokumentieren. Bislang erhalten kleinere und größere Märkte zahlreiche Papier-Quittungen, wenn sie Produkte für den Verkauf geliefert bekommen: Neben Lieferscheinen gehören auch Leergutquittungen, Belege über den Zahlungsverkehr und Nachweise über die Warentemperatur dazu. "Chefs Culinar" arbeitet daran, diese Abwicklung vollständig zu digitalisieren und den Kunden alle wichtigen Informationen elektronisch zukommen lassen. Den LKW-Fahrern werden Daten, zum Beispiel Tourenpläne, bereits digital zur Verfügung gestellt.

Die Gewinner im Video

1. Platz in der Kategorie "Digitalisierung in der Logistik":

1. Platz in der Kategorie "Digitalisierung im ländlichen Raum":