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Modernisierung ländlicher Wege

Staatskanzlei

Modernisierung ländlicher Wege

Kaum eine Straße wird so vielseitig genutzt wie der ländliche Weg - vom Jogger oder der Freizeitradlerin über die landwirtschaftlichen Fahrzeuge, den Berufs-, Alltags- oder Gewerbeverkehr. Das Land unterstützt die Gemeinden bei der Modernisierung mit Fördermitteln aus der Europäischen Union.

zu sehen ist eine einspurige Straße Steenkamp Süsel (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Der ausgebaute Steenkamp in der Gemeinde Süsel © LLUR

Ländliche Wege sind in Schleswig-Holstein vor allem für die wirtschaftliche Entwicklung wichtig, und dabei nicht nur für die Landwirtschaft, sondern auch für die Naherholung und den Tourismus. Unabhängig davon verbinden sie Wohn- und Arbeitsorte auf dem Land mit der nächstgrößeren Straße. Ausgebaut wurden die Wege und die dazu gehörigen Brücken überwiegend in den 50-er und 60-er Jahren. Seitdem sind die landwirtschaftlichen Maschinen nicht nur schwerer, sondern auch größer und breiter geworden. So hat sich das zulässige Gesamtgewicht, für das die ländlichen Wege ausgelegt sein müssten, zum Beispiel vervierfacht. Außerdem hat der Verkehr insgesamt erheblich zugenommen.

Wege zukunftsfähig machen

Viele Wege und Brücken in Schleswig-Holstein verfügen daher heute nicht mehr über die notwendige Tragfähigkeit und Breite. Die Folge der ständigen Überbelastung: Schäden wie zum Beispiel Schlaglöcher, Risse oder abgebrochene Kanten und damit vielfach erhöhte Unterhaltungskosten für die Gemeinden. Die erlassen dann zum Teil Nutzungsverbote für schwerere Fahrzeuge, die wiederum Umwege nehmen müssen. Das ist zeit- und kostenintensiver und belastet zudem die Umwelt.

Das Land unterstützt die Gemeinden bei der Modernisierung der ländlichen Wege mit Mitteln aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER). In der Förderperiode 2014-2020 stehen dafür insgesamt acht Millionen Euro aus dem Landesprogramm ländlicher Raum (LPLR) zur Verfügung. Um allerdings das gesamte Wegenetz von ca. 27.500 km auszubauen, reichen weder die Eigenmittel der Kommunen noch die Fördermittel der EU. Auch müssen nicht alle Wege zwingend ausgebaut werden. Die Förderung konzentriert sich daher auf Ortsverbindungen und Hauptwirtschaftswege und damit auf Wege, die möglichst vielen Nutzergruppen dienen.

Kontakt

Ministerium für Inneres, ländliche Räume und Integration

Düsternbrooker Weg 92
24105 Kiel

Detlev Brodtmann
Telefon: 0431 988-5157