Landesportal Schleswig-Holstein

Diese Webseite verwendet Cookies und das Webanalyse-Tool Matomo. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich hiermit einverstanden. Eine Widerspruchsmöglichkeit gibt es hier.

Klimaschutz in der Landwirtschaft

© M. Staudt / grafikfoto.de

Klimaschutz in der Landwirtschaft

In der Landwirtschaft liegen große Potentiale für den Schutz des Klimas.

Auf der einen Seite trägt Landwirtschaft durch den landwirtschaftlichen Produktionsprozess zum Klimaschutz bei, da hierbei das Treibhausgas Kohlenstoffdioxid in Böden und Pflanzen gebunden wird. Ebenso erzeugt die Landwirtschaft nachwachsende Rohstoffe, die einen Ersatz für knappe Ressourcen wie beispielsweise erdölbasierte Produkte bieten.

Andererseits trägt die Landwirtschaft durch die Produktion großer Mengen an klimarelevanten Treibhausgasen wie Methan, Lachgas und Kohlenstoffdioxid zum Klimawandel bei. Die Treibhausgase entstehen bei der Tierhaltung, der Lagerung von Wirtschaftsdüngern und der Anwendung von stickstoffhaltigen Düngemitteln, aber auch bei der Landnutzung und deren Änderungen, wie zum Beispiel der Bewirtschaftung von organischen Böden oder dem Umbruch von Grünland in Acker.

Gesetzlicher Klimaschutz betrifft auch Landwirtschaft

Im März 2017 trat in Schleswig-Holstein das Energiewende- und Klimaschutzgesetz in Kraft, in dem verbindliche Ziele zur Minderung des Treibhausgas- (THG-) Ausstoßes bis 2050 festgeschrieben sind. Bis 2020 sollen die THG-Emissionen um 40% und bis 2050 um 80-95% (jeweils gegenüber 1990) gesenkt werden, wobei der obere Rand des Zielkorridors angestrebt wird. Deshalb muss auch die Landwirtschaft, neben anderen Emissionssektoren, wie Energiewirtschaft, Verkehr, Wärmeversorgung und Gewerbe, einen angemessenen Beitrag leisten, damit diese Reduktionsziele erreicht werden können.

Große Potentiale für Klimaschutz

Zur Identifizierung von Klimaschutzpotentialen der schleswig-holsteinischen Landwirtschaft wurde im Bericht zur „Entwicklung der Treibhausgasemissionen der Landwirtschaft in Schleswig-Holstein auch im Vergleich zum Bundesdurchschnitt“ die Entwicklung der THG-Emissionen der Landwirtschaft in Schleswig-Holstein analysiert und mit bundesweiten Daten verglichen. Des Weiteren wurden die spezifischen THG-Emissionen einiger wichtiger landwirtschaftlicher Produkte gegenübergestellt.

Aufbauend auf dem vorliegenden Bericht sollen in einem folgenden Prozess Maßnahmen zur Reduktion von Treibhausgasemissionen in der Landwirtschaft in Schleswig-Holstein entwickelt werden.

An der Aufbereitung der statistischen Daten zu den THG-Emissionen waren im Auftrag des MELUND die Agrar- und Ernährungswissenschaftliche Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, das Thünen-Institut und das Statistikamt Nord beteiligt. Zur Schätzung des Einsatzes von stickstoffhaltigen Mineraldüngern in Schleswig-Holstein, sowie zum Vergleich produktspezifischer THG-Emissionen für ausgewählte landwirtschaftliche Produkte hat das MELUND zwei Kurzstudien bei der CAU beauftragt.