Landesportal Schleswig-Holstein

Diese Webseite verwendet Cookies und das Webanalyse-Tool Matomo. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich hiermit einverstanden. Eine Widerspruchsmöglichkeit gibt es hier.

Die Vorranggewässer

Staatskanzlei

Die Vorranggewässer

Ziel des Landes ist es, den guten ökologischen Zustand der natürlichen Fließgewässer zu erreichen. Da aber weder die Zeit noch die finanziellen Möglichkeiten des Landes ausreichen werden, um alle natürlichen Gewässer bis 2015 in den guten ökologischen Zustand zu bringen, werden Prioritäten bei der Umsetzung von Maßnahmen festgelegt. Aus diesem Grund hat das Land ein Vorranggewässernetz entwickelt. Vorranggewässer sind Fließgewässer, die ein hohes Regenerationspotenzial besitzen und bei denen die Umsetzbarkeit von notwendigen Maßnahmen zum Erreichen des guten ökologischen Zustandes als realistisch und wirtschaftlich vertretbar eingeschätzt wird.

Bei der Beurteilung sind ganze Gewässerstränge oder ganze Nebengewässer ausgewählt worden, die gute Potenziale aufweisen, um die Ziele der Wasserrahmenrichtlinie zumindest für einige Gewässer "von der Quelle bis zur Mündung" zu erfüllen. Weitere Aspekte für Vorranggewässer sind der Umfang bereits verfügbarer Flächen an den Gewässern, besondere Aktivitäten oder Vorleistungen zur Gewässerentwicklung und Überschneidungen mit Naturschutzzielen.

Die Auswahl der Vorranggewässer erfolgte nach fachlichen Kriterien. Anhand der im Land zur Verfügung stehenden Daten zu Wasserpflanzen, Wirbellosen-Fauna und Fischen wurden Gewässer bestimmt, in denen zumindest abschnittsweise noch standorttypische und artenreiche Lebensgemeinschaften zu finden sind.

Karte der Vorranggewässer, Stand: Mai 2014 Karte der Vorranggewässer, Stand: Mai 2014 (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Karte der Vorranggewässer, Stand: Mai 2014 © LLUR, Dez. 41

Hintergrund ist die Annahme, dass Gewässer mit hohem Wiederbesiedlungs-potenzial die besten Aussichten haben, den guten ökologischen Zustand tatsächlich zu erreichen. Maßnahmen können hier in absehbarer Zeit zum Erfolg führen, da die Fauna im Gewässersystem vorhanden ist und renaturierte Abschnitte schnell wieder besiedeln kann. Verknüpft wurde die Abschätzung mit einer Einstufung der Vor-Ort-Arbeitsgruppen hinsichtlich der Akzeptanz und Umsetzbarkeit von Maßnahmen. Gewässer, die ein hohes Regenerationspotenzial für alle Qualitätskomponenten besitzen und an denen Maßnahmen als umsetzbar eingeschätzt werden, werden in die Kategorie A eingestuft. Gewässer, in denen einzelne Qualitätskomponenten über Potenziale verfügen werden in Kategorie B eingestuft. Dazu kommen die Verbindungsgewässer (Kategorie C), die z.B. als Verbindung zum Meer für Wanderfische von Bedeutung sind. Über die Kombination von Gewässern mit Wiederbesiedlungspotenzialen und der Einschätzung der Umsetzbarkeit von Maßnahmen aus den Arbeitsgruppen vor Ort ergibt sich ein wirkungsvolles Instrument zur Maßnahmenplanung. Es sind 70% der natürlichen Gewässer als Vorranggewässer ausgewiesen.

Ermittlung von Vorranggewässern (PDF 2MB, Datei ist nicht barrierefrei)

Das neue Vorranggewässernetz (PDF 702KB, Datei ist nicht barrierefrei)