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Auszeichnungen - Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland

Staatskanzlei

Auszeichnungen - Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland

Der Bundespräsident verleiht den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ("Bundesverdienstkreuz") in mehreren Stufen.

Als besondere Würdigung der Verdienste um das Gemeinwohl zeichnet der Bundespräsident sowohl politische, wirtschaftlich-soziale und geistige Leistungen als auch Verdienste im sozialen, karitativen und mitmenschlichen Bereich aus. Auf Anregung aus der Bevölkerung schlägt der Ministerpräsident Kandidaten vor. Die Auszeichnung an Bürgerinnen und Bürger aus Schleswig-Holstein wird in der Regel durch den Ministerpräsidenten überreicht.

Laudationes

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sechs ehrenamtlich engagierte Frauen und Männer aus Schleswig-Holstein mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Ministerpräsident Daniel Günther hat die Auszeichnungen am 27. August 2019 in Kiel überreicht.

Menschengruppe Ministerpräsident Daniel Günther (1.v.r.) überreichte Barbara Thiel (v.l.), Annegrete Schildberg, Jörg Heyna, Renate Spillner, Jürgen Feddersen und Eleonore Fleth die Bundesverdienstorden am 27. August 2019. (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Ministerpräsident Daniel Günther (1.v.r.) überreichte Barbara Thiel (v.l.), Annegrete Schildberg, Jörg Heyna, Renate Spillner, Jürgen Feddersen und Eleonore Fleth die Bundesverdienstorden am 27. August 2019. © Frank Peter

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Jürgen Feddersen, Pellworm

Jürgen Feddersen engagiert sich seit vier Jahrzehnten ehrenamtlich in der Kommunalpolitik. Er startete 1978 als Mitglied des Kreistages Nordfriesland und wurde 1990 Bürgermeister und Amtsvorsteher des Amtes Pellworm. Von 2000 bis 2009 war er Mitglied des Schleswig-Holsteinischen Landtages. 2013 übernahm er erneut das Amt des Bürgermeisters auf Pellworm. Zahlreiche Projekte konnte er auf den Weg bringen, unter anderem ein medizinisches Versorgungszentrum sowie den Ausbau der digitalen Infrastruktur mit Glasfaser. Er war Initiator des "Gesundheitshofes", der die Erneuerung des Kur- und Gesundheitszentrums sowie des Schwimmbades, den Bau von Seniorenwohnungen und eines Ärztehauses sowie die Ansiedlung eines Hotels umfasst. Jürgen Feddersen ist seit 2011 auch Vorsitzender des DRK-Ortsvereins.

Verdienstmedaille, August 2019

Eleonore Fleth, Elmshorn

Eleonore Fleth setzt sich für die Aufarbeitung der Schicksale von ehemaligen Heimkindern ein. Die traumatischen Erfahrungen, die sie in den 60er Jahren als Kind in einem Heim gemacht habe, sind Auslöser für ihren ehrenamtlichen Einsatz. Bereits 2009 hat sie sich am "Runden Tisch Heimerziehung in den 50er und 60er Jahren" auf Bundesebene eingesetzt. 2013 konstituierte sich in Schleswig-Holstein der "Beirat der Anlaufstelle Heimerziehung in den 50er und 60er Jahren", dem sie als stimmberechtigtes Mitglied bis heute angehört. Sie hat die Anlauf- und Beratungsstelle unterstützt und viele Anregungen für die Beratung und den Umgang mit den Betroffenen gegeben. Eleonore Fleth hat dem Beirat auch in Fragen der fachlichen Ausrichtung zur Seite gestanden und ihn bei der Bewertung der Einzelfälle unterstützt.

Verdienstmedaille, August 2019

Jörg Heyna, Lohe-Rickelshof

Jörg Heyna arbeitet seit fast 20 Jahren ehrenamtlich als Weißstorchgebietsbetreuer in den Kreisen Nordfriesland und Schleswig-Flensburg. Hervorzuheben sind seine Einsätze rund um die Neuerrichtung und Instandsetzung von Storchennestern sowie die Bergung von kranken oder verletzten Störchen. Außerdem beteiligt sich Jörg Heyna an wissenschaftlichen Arbeiten durch die Beringung und die Ablesung von beringten Störchen sowie die Führung der Brutstatistik.

Jörg Heyna hat eine Homepage erstellt, die er regelmäßig pflegt und auf der viele Tipps für den Storchenschutz und die Brutdaten in Schleswig-Holstein für alle Storchenhorste zu finden sind. Er hält auch Vorträge und informiert über den Storchenschutz in den Medien. Darüber hinaus ist er Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Storchenschutz und gehört dem Vorstand der Kreisgruppe Dithmarschen des Naturschutzbundes an.

Verdienstmedaille, August 2019

Annegrete Schildberg, Klein Barkau

Annegrete Schildberg engagierte sich fast 40 Jahre im Deutschen Roten Kreuz (DRK). Von 1996 bis 2018 hat sie Ortsverein Kirchbarbau geleitet und zahlreiche Angebote geplant, beispielsweise Besuche bei alten Menschen und der Aufbau der betreuten Grundschule. Bereits 1980 hatte sie die Jugendrotkreuzgruppe des DRK Ortsvereins Kirchbarkau übernommen und sich auf Kreis- sowie auf Landesebene an zahlreichen Aktivitäten beteiligt. Sie hat sich außerdem Verdienste als Organisatorin von Veranstaltungen erworben. Seit 2015 unterstütze und half sie Flüchtlingen bei der Integration und startete ein Nähprojekt. Bis 2013 war sie zusätzlich Erste-Hilfe-Ausbilderin im DRK Kreisverband Plöner Land. Sie hat sich darüber hinaus 14 Jahre lang an der Arbeit des Kirchengemeinderates St. Katharinen in Kirchbarkau beteiligt und ist dort heute Leiterin des Besuchsdienstes.

Verdienstmedaille, August 2019

Renate Spillner, Aumühle

Renate Spillner ist seit 1973 Mitglied des Ortsvereins Aumühle des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). 1996 übernahm sie den Vereinsvorsitz und engagierte sich auch auf Kreisebene. Der Ortsverein bietet neben klassischen Aufgaben wie der Erste-Hilfe-Ausbildung ein breites Angebotsspektrum an. Der Mahlzeitendienst steht neben Seniorengymnastik, Yoga, Ausflügen und geselligen Angeboten auf dem Programm, das durch Besuchsdienste, eine Mitgliederbetreuung und Einkaufsfahrten ergänzt wird. Unter ihrer Leitung hat die Kleiderkammer, die jetzt "Stöberstübchen" heißt, ein neues Gesicht bekommen. Die Versorgung von Flüchtlingen sowie die Planung und die Betreuung der Blutspendenaktionen ergänzen Renate Spillners Aufgabenfeld. 2017 hat sie den Vorsitz in jüngere Hände gegeben, engagiert sich aber weiterhin im Vorstand.

Verdienstmedaille, August 2019

Barbara Thiel, Lübeck

Barbara Thiel hatte ihr Leben auf die Pflege und die Bedürfnisse ihrer schwerstkranken Mutter ausgerichtet, die sie 25 Jahre lang aufopferungsvoll pflegte. Sie tat alles in ihrer Kraft Stehende, um ihrer Mutter eine Pflege im häuslichen Bereich zu ermöglichen. Schon vor ihrem Arbeitsbeginn kümmerte sie sich um ihre Mutter, die im Nachbarhaus wohnte und auf den Rollstuhl angewiesen war. Barbara Thiel kümmerte sich um sämtliche Termine, um tägliche gymnastische Übungen sowie um eine gesunde Ernährung. Während ihrer berufsbedingten Abwesenheit wurde sie durch einen Pflegedienst unterstützt. Um ihrer Mutter eine Abwechslung im Alltag zu bieten, organisierte sie auch Ausflüge und Urlaubsaufenthalte, die stets auf die Bedürfnisse und die Möglichkeiten ihrer Mutter ausgerichtet waren.

Verdienstmedaille, August 2019