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Wettbewerb "Anerkennungsskulptur Leid und Unrecht"

Staatskanzlei

Wettbewerb "Anerkennungsskulptur Leid und Unrecht"

Ausschreibung zum Wettbewerb für Künstlerinnen und Künstler aus Schleswig-Holstein

des Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren des Landes Schleswig-Holstein

in Kooperation mit:

Muthesius Kunsthochschule, Landesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler Schleswig-Holstein, Stiftung Anerkennung und Hilfe

Wettbewerbsaufgabe

Entwurf einer transportablen Skulptur für den Innenbereich, die sich thematisch mit den Schicksalen von Kindern und Jugendlichen in stationären Einrichtungen der Behindertenhilfe, Kinder- und Jugendpsychiatrie und Kinder- und Jugendheimen vor dem Hintergrund der Zeit von 1949 bis 1975 auseinandersetzt.

Es sollte die Möglichkeit bestehen, die Skulptur beispielsweise im schleswig-holsteinischen Landtag aufzustellen, sie aber auch gegebenenfalls an einen anderen Ort zu bewegen, um sie dort temporär zu platzieren.

Auftraggeber ist das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren des Landes Schleswig-Holstein (MSGJFS), das im Rahmen seines Engagements in der „Stiftung Anerkennung und Hilfe“ diesen Wettbewerb ausrichtet. Der Wettbewerb wird von der Stiftung Anerkennung und Hilfe und der Muthesius Kunsthochschule Kiel finanziert.

Der Stiftung geht es nicht nur darum, den Betroffenen eine finanzielle Anerkennung für das erlittene Leid und Unrecht und entgangene Rentenansprüche zukommen zu lassen, sondern deren Leid auch ins öffentliche Bewusstsein zu bringen und die Erinnerung an das erlittene Unrecht wach zu halten. Deshalb sollen während der Umsetzung die Betroffenen eng eingebunden werden. Die Skulptur sollte idealerweise eine Art Denkmal für die Betroffenen werden.

Preisgelder

  1. Platz 1.500,-
  2. Platz 1.000,-
  3. Platz 500,-

Der Entwurf, der den 1. Platz erreicht, wird zur Realisierung vorgeschlagen. Für die Ausführung des Kunstwerkes stehen insgesamt 7.000 zur Verfügung.

Hintergrundinformationen

Wünschenswert und ratsam ist eine intensivere Befassung mit der Thematik im Rahmen der Entwurfserarbeitung. Hierzu eignen sich die folgenden Hintergrundinformationen:

Daten und Fakten

Literatur von Betroffenen

  • Günter Wulf: „6 Jahre in Haus F“
  • Eckhard Kowalke: „Ich hau ab“

Gespräche mit Betroffenen

Darüber hinaus bietet es sich an, mit Betroffenen direkt ins Gespräch zu kommen. Gesprächskontakte können vermittelt werden von folgenden Betroffenen-Verbänden:

Logo von Pebbles e.V. mit drei Steinen und dem Schriftzug "Vertretung für Betroffene von Leid und Unrecht in Einrichtungen der Psychiatrie, Behinderten- und Jugendhilfe von 1949 bis jetzt Pebbles e.V.

  • Pebbles e.V.

    Pebbles eV. ist eine Vetretung von Betroffenen für betroffene Menschen, die in institutionellen Einrichtungen, wie Einrichtungen der Jugendhilfe, der Psychiatrie, sowie Behinderten-Einrichtungen seit 1949 bis heute Leid und Unrecht erfahren haben.
    Der Verein hilft bei Kommunikationsproblemen gegenüber amtlichen Stellen, bei Lese- und Schreibschwächen und bei Problemen den Alltag zu bewältigen. Betroffenene können sich an Pebbles e.V. bei Problemen und vielem mehr wenden.
    Erreichbarkeit per Email: info@pebblesev.de | telefonisch Montag bis Freitag, jeweils 9.00 bis 16.00 Uhr: 0431-28959192.

  • VeH SH
    Verein -Ehemaliger Heimkinder- in Schleswig-Holstein e.V.
    Carlshöhe 60
    24340 Eckernförde
    Ansprechpartner:
    Eckhard Kowalke per Mail: ekkowalke37@googlemail.com | telefonisch: 0157 55 16 25 97 
    und Franz Wagle per Mail: wallhalla70@gmx.de | telefonisch: 015784466866 
    und Günter Wulf per Mail: gunterwulf1959@gmail.com | telefonisch: 015221487436
  • Auch der Unabhängige Beauftragte für die ehemals als Kinder oder Jugendliche untergebrachten Personen in Schleswig-Holstein, Herr Günther Jesumann, steht für Gespräche bereit.

Teilnahmeberechtigung

Teilnahmeberechtigt sind Künstlerinnen und Künstler aus Schleswig-Holstein.

Bewerbung

Die vollständige Bewerbung ist in digitaler Form als PDF einzureichen und beinhaltet:

  • eine ausführliche visualisierte Darstellung (Foto) der Skulptur einschließlich Maß- und Materialangaben in Papierform (DIN A3),
  • einen Erläuterungsbericht, der die Intention und Aussage des Kunstwerks beschreibt,
  • einen tabellarischen Lebenslauf mit Angaben zum künstlerischen Werdegang, präzisem Überblick über die künstlerischen Arbeiten und eigenständiger künstlerischer Position der Bewerberin / des Bewerbers (maximal eine DIN-A4-Seite),
  • eine Kostenaufstellung der Realisierungskosten (Material / Herstellung), Transportkosten etc.,
  • eine unterschriebene Erklärung, dass das Kunstwerk zu den ausgeschriebenen Bedingungen erstellt werden kann.

Termine

Beginn der Ausschreibung: 01. Juli 2020

Einreichung der Bewerbungen: 15. September 2020 (bis 24.00 Uhr)

per E-Mail mit dem Betreff „Anerkennungsskulptur“ an: Astrid.Mackeprang@sozmi.landsh.de

Jury

Der Jury gehören an:

  • Manuela Nicklas-Beck, Vorsitzende PEBBLES e.V., Mitglied im Regionalen Fachbeirat Schleswig-Holstein der Stiftung Anerkennung und Hilfe
  • Eckhard Kowalke, Künstler, Vorsitzender des Vereins Ehemaliger Heimkinder e.V. Schleswig-Holstein
  • Dr. Arne Zerbst, Präsident der Muthesius Kunsthochschule
  • Anders Petersen, Vorsitzender des Landesverbandes Bildender Künstlerinnen und Künstler Schleswig-Holstein
  • Werner Kalinka MdL, Vorsitzender des Sozialausschusses des schleswig-holsteinischen Landtags
  • Günther Jesumann, Unabhängiger Beauftragter für die ehemals als Kinder oder Jugendliche untergebrachter Personen in Schleswig-Holstein und
  • Claudia Sieg, Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Schleswig-Holstein.

Kontakt für weitere Informationen

Kontakt

Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren
Astrid Mackeprang
Telefon: 0431 / 988 – 7433