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Artenhilfsprogramm Fledermäuse und Höhlenbäume

Staatskanzlei

Artenhilfsprogramm Fledermäuse und Höhlenbäume

In den 70ziger und 80ziger Jahren des 20. Jahrhunderts gingen die Fledermausbestände in Schleswig-Holstein drastisch zurück, ohne dass die Ursachen hierfür genau bekannt waren. Das Artenhilfsprogramm sollte hier Abhilfe schaffen. Daneben besteht auch weiterhin das Ziel, günstige Lebensbedingungen für die verschiedenen Arten zu schaffen und nachhaltig zu sichern. Das Land fördert verschiedene Maßnahmen zur Erfassung, zur biologischen Forschung und zum Schutz der Fledermäuse. Von herausragender Bedeutung für den Fledermausschutz ist das Naturdenkmal „Segeberger Kalkberg und Kalkberghöhle“. Heute wissen wir, dass es zu den bedeutendsten Fledermausquartieren Mitteleuropas zählt. Ferner hat die Levensauer Hochbrücke in Kiel als größtes deutsches Überwinterungsquartier für den Großen Abendsegler europaweite Bedeutung.

Verglichen mit der Einschätzung von 1990 hat sich die Situation für diese Tiergruppe offensichtlich verbessert. Durch Sicherung und Schaffung von Sommer- und Winterquartieren haben sich vielerorts die Zahlen der dort angetroffenen Tiere deutlich erhöht. Weitere Informationen erhalten Sie in der Roten Liste der Säugetiere.

Positive Entwicklungen für die Fledermäuse ergeben sich auch durch die heutige Waldbewirtschaftung. Auf mehr Flächen wird ein naturnaher Waldbau angestrebt und umgesetzt. Höhlenbäume, die als Sommerquartiere dienen, finden mehr Schutz als in früheren Jahren. Die in den Landesforsten durchgeführte FSC-Zertifizierung garantiert eine naturnahe Waldbewirtschaftung sowie eine Integration von Naturschutzzielen.

Positiv mögen sich auch zahlreiche Einzelmaßnahmen zur Erhöhung und Verbesserung des Anteils naturnaher Bereiche durch Flächenankäufe und -entwicklung insbesondere durch die Stiftung Naturschutz , private Stiftungen, Verbände und Kommunen, durch Extensivierungsmaßnahmen und Flächenstilllegungen ausgewirkt haben. Der Anteil von Flächen ohne Biozideinsatz wurde dadurch erhöht. Durch diese Maßnahmen konnten die Nahrungsgrundlagen für die Fledermäuse verbessert werden.

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