Landesportal Schleswig-Holstein

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Regenwasser-/ Niederschlagswasserbeseitigung

© Marion Wiese (LLUR)

Regenwasser-/ Niederschlagswasserbeseitigung

Nach statistischen Erhebungen beträgt in Schleswig-Holstein der Anteil der befestigten Flächen an der Gesamtfläche des Landes etwa 6 Prozent. Mit rund 740 Millionen Kubikmeter pro Jahr ist der Jahresabfluss von befestigten Flächen ca. vier Mal so groß wie der Jahresschmutzwasserabfluss aus allen kommunalen Kläranlagen.

Die stoffliche Belastung des von befestigten Flächen abfließenden Niederschlagswassers hängt neben dem unmittelbaren Materialabtrag der jeweiligen Flächen und der atmosphärischen Deposition besonders von der Art und dem Ausmaß der Flächennutzung ab. Je nach Verschmutzungsgrad des Niederschlagswassers wird es behandelt oder unbehandelt in oberirdische Gewässer eingeleitet oder über den Boden ins Grundwasser versickert.

Punktuelle Einleitungen von gesammeltem Niederschlagswasser können hinsichtlich der hydraulischen Auswirkungen der eingeleiteten Mengen erhebliche nachteilige Folgen für die Gewässer mit sich bringen. Mit fortschreitender Ausweisung neuer Bebauungsgebiete verschärft sich aufgrund der Versiegelung der Böden die hydraulische Belastung der Gewässer, dies vorwiegend in Ballungsräumen und bei Gewässern mit geringer Abflussleistung.

Insbesondere bei der Entwässerungsplanung von Neubaugebieten ist der Fokus daher künftig auf eine naturverträgliche Niederschlagswasserbeseitigung zu richten, deren vorrangiges Ziel die Reduzierung der abzuleitenden Niederschlagswassermengen ist.

Wasserrechtliche Anforderungen zum Umgang mit Regenwasser

Das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung und das Ministerium für Inneres, ländliche Räume und Integration haben gemeinsam per Erlass vom 10. Oktober 2019 die "Wasserrechtlichen Anforderungen zum Umgang mit Regenwasser - Teil 1: Mengenbewirtschaftung (A-RW 1)" eingeführt. Die Einführung wird durch einen Flyer unterstützt.

Diese "Wasserrechtlichen Anforderungen zum Umgang mit Regenwasser - Teil 1: Mengenbewirtschaftung" sind von der Technischen Hochschule Lübeck in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume und den unteren Wasserbehörden (UWB) erarbeitet worden.

Nachfolgend können die entsprechenden Unterlagen heruntergeladen werden:

Einführungserlass des MELUND und MILI, Wasserrechtliche Anforderungen zum Umgang mit Regenwasser in Neubaugebieten in Schleswig-Holstein – Teil 1: Mengenbewirtschaftung (PDF 345KB, Datei ist nicht barrierefrei)

A-RW 1 – Wasserrechtliche Anforderungen zum Umgang mit Regenwasser - Teil 1: Mengenbewirtschaftung (PDF 3MB, Datei ist nicht barrierefrei)

Flyer "Erschließung gesichert? Wasserrechtliche Anforderungen zum Umgang mit Regenwasser in Neubaugebieten" (PDF 5MB, Datei ist nicht barrierefrei)

Für eine einfache und schnelle Durchführung der Überprüfung des Wasserhaushalts im Baugebiet stellt das Land nachfolgend ein Berechnungsprogramm kostenlos als Download zur Verfügung.

Berechnungsprogramm für A-RW 1 und Hinweise für die Anwendung


Info-Brief "Betrieb von Regenrückhaltebecken / Regenklärbecken im ländlichen Raum und die Entsorgung der Schlämme"

Zur Vermeidung von Abflussspitzen wurden häufig in der Vergangenheit Regenrückhaltebecken und zur mechanischen Reinigung des Regenwassers Regenklärbecken gebaut.

Um die Funktionsfähigkeit der vorhandenen Regenbecken zu erhalten und im besten Fall zu optimieren, ist es wichtig, die Becken regelmäßig zu kontrollieren und zu warten. Als Hilfestellung hierfür wurde vom LLUR der Info-Brief "Betrieb von Regenrückhaltebecken / Regenklärbecken im ländlichen Raum und die Entsorgung der Schlämme" im Mai 2012 veröffentlicht und steht hier als Download-Version zur Verfügung:

Info-Brief - Betrieb von Regenrückhaltebecken / Regenklärbecken im ländlichen Raum und die Entsorgung der Schlämme (PDF 558KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Der Betrieb von Regenbecken unterliegt der SüVO. Ein Musterbetriebsbuch für öffentliche Regenwasserbehandlungs- und rückhalteanlagen finden Sie hier.

Technische Bestimmungen

Bereits am 25. November 1992 wurden die "Technischen Bestimmungen zum Bau und Betrieb von Anlagen zur Regenwasserbehandlung bei Trennkanalisation" herausgegeben. Sie stellen die Voraussetzung für die Erlangung der Abwasserabgabefreiheit für die Einleitung von Niederschlagswasser bei Trennkanalisationen dar.

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