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Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus

Portraitfoto Dr. Bernd Buchholz
Dr. Bernd Buchholz

Minister für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus

© M. Staudt / grafikfoto.de

Saubere Luft in Häfen

Datum 06.12.2017

Die Wirtschaftsminister der Länder appellieren an Bund und EU, Landstrom für Reedereien attraktiver zu machen.

Ein großes Kreuzfahrtschiff im Kieler Hafen. Die Landeshauptstadt Kiel ist ein beliebter Anlaufhafen für Kreuzfahrtschiffe. (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Die Landeshauptstadt ist ein beliebter Anlaufhafen für Kreuzfahrtschiffe. © T. Eisenkrätzer / grafikfoto.de

Die Kreuzfahrer-Saison ist vorbei, in den Häfen Norddeutschlands kehrt wieder Ruhe ein und die Luft wird wieder besser. Denn im Sommer lassen die großen Kreuzfahrtschiffe auch im Hafen ihre Dieselmotoren laufen, um Strom für die Passagiere zu erzeugen. Nach dem Willen der Wirtschaftsminister der Länder soll sich das in Zukunft ändern. Sie stimmten auf der sogenannten Amtschefkonferenz in Berlin einem Antrag von Hamburg und Schleswig-Holstein zu, in deutschen Häfen verstärkt auf Landstrom zu setzen, um die Luft in den Häfen sauber zu halten. Mit ihrem Appell wenden sich die Länder an die Bundesregierung und die Europäische Union.

Landstrom muss günstiger werden

"Wir müssen die Reedereien dazu bringen, verstärkt auf Landstrom zu setzen und dafür die technologischen wie auch ökonomischen Rahmenbedingungen schaffen", sagte Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz. Die ökonomischen Rahmenbedingungen könnten vor allem durch eine Kostensenkungen beim Landstrom verbessert werden. Bislang wird für Landstrom die sogenannte Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz fällig, die den Strom vom Festland teurer macht.

Alternative Antriebsformen

Schleswig-Holstein habe in der Konferenz zudem angeregt, offen zu sein für neue Technologien, um den Abgasausstoß der Schiffe zu reduzieren, sagte Buchholz. Neben Landstrom kämen auch alternative Motoren in Frage, etwa Methanol-, Flüssigerdgas (LNG)-, oder Hybridantriebe. Zudem seien EU- und Bundesförderprogramme nötig, um den zügigen Ausbau der erforderlichen Netzinfrastruktur zu erreichen.

Europaweite Standards

Buchholz forderte ein Handeln auf europäischer Ebene, um Wettbewerbsnachteile für deutsche Häfen zu verhindern. Die Küstenländer hätten die Bundesregierung deshalb gebeten, sich bei der EU für gleiche Bedingungen in allen EU-Häfen einzusetzen. "Ich bin zuversichtlich, dass ein gemeinsames Vorgehen zum Erfolg führen wird. Bei allen Lösungen sind die Interessen der Hafenbetreiber, der Reedereien genauso zu berücksichtigen wie das Interesse der Bevölkerung in Hafenstädten an gesunder, schadstoffarmer Luft", sagte der Minister.