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Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

Portraitfoto Dr. Robert Habeck
Dr. Robert Habeck

Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

Staatskanzlei

Weitere Wolfssichtungen

Datum 12.09.2017

Kurz nach der letzten Meldung vergangene Woche sind nun drei weitere Wolfsfunde in Schleswig-Holstein bekanntgeworden.

Ein Wolf läuft über ein Feld. Aufnahme der Wildkamera bei Tasdorf im Kreis Plön (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Aufnahme der Wildkamera bei Tasdorf im Kreis Plön. © Privat

Beim Umweltministerium sind drei neue Wolfssichtungen eingegangen. Die Nachweise stammten aus den Kreisen Herzogtum Lauenburg, Segeberg und Plön.

In die Fotofalle getappt

Zwei der Wölfe konnten durch Wildkameras gesichtet werden. Der Erste tauchte am 1. Juli 2017 in der Gemeinde Mustin im Kreis Herzogtum Lauenburg vor der Kamera auf. Ein Weiterer zeigte sich am 31. August in der Gemeinde Tasdorf im Kreis Plön nahe Neumünster. Die Kameras stammten von Jägern. Sie stellen die Geräte im Rahmen ihrer Revierbetreuung auf, um bestimmte Wildarten zu dokumentieren. Die Bilder werden zur Kontrolle regelmäßig ausgewertet und dem Wolfsmanagement des Landes zur Verfügung gestellt.

Überführung per Genprobe

Der dritte Wolfsnachweis ist eine Genprobe aus der Gemeinde Weede im Kreis Segeberg. Am 29. August entnahm ein Jäger die Proben aus zwei Rehkadavern in einem Rapsfeld und schickte sie an Mitarbeiter des Wolfsmanagements. Im nationalen Referenzzentrum, dem Senckenberg-Forschungsinstitut in Gelnhausen bei Frankfurt, wurden die Proben dann untersucht. In beiden Fällen stellten die Wissenschaftler eindeutig einen Wolf als Verursacher fest.

39 Wolfssichtungen im echten Norden

Die Fälle sind die 37., 38. und 39. Wolfssichtung in Schleswig-Holstein. Erst vergangene Woche wurde der 36. Wolf in Norderdithmarschen erfasst.

Mehr lesen: Wolfsfund in Norderdithmarschen

Arbeit des Wolfsmanagements

Die Aufgabe des schleswig-holsteinischen Wolfsmanagements ist es, Wolfssichtungen zu dokumentieren und die Bevölkerung darüber aufzuklären. Auch wenn ein Wolf ein Nutztier reißt, ermitteln die Mitarbeiter des Wolfsmanagements. Sie klären die Ansprüche auf Schadensersatz und helfen den Haltern dabei, sich zukünftig besser zu schützen. Die Einrichtung ist dem Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) unterstellt.

Weitere Informationen:

Wolfsmanagement in Schleswig-Holstein