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Der Ministerpräsident - Staatskanzlei

Portraitfoto Daniel Günther
Daniel Günther

Ministerpräsident - Staatskanzlei

© M. Staudt / grafikfoto.de

"Demokratie ist eine Haltung"

Datum 14.02.2018

Ministerpräsident Daniel Günther hat den Startschuss für die deutsch-israelische Demokratiefortbildung "Betzvata – Miteinander" in Kiel gegeben.

Ein Mann steht am Rednerpult. Vor ihm sitzen viele Menschen Demokratie sei mehr als Gewaltenteilung, Bürgerrechte und Meinungsfreiheit, erklärte Günther den Schülern. (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Demokratie sei mehr als Gewaltenteilung, Bürgerrechte und Meinungsfreiheit, erklärte Günther den Schülern. © Staatskanzlei

Hier wird gezeigt, was Demokratie bedeutet: An dem dreitägigen Lernprogramm "Betzvata – Miteinander" nehmen 87 Schüler und 16 Verbindungslehrkräfte unter anderem aus Flensburg, Kiel, Lübeck und Eckernförde teil. Das Training hat zum Ziel, die demokratischen Fähigkeiten der Jugendlichen – wie Toleranz und Akzeptanz – zu stärken.

Erfolgreiche Zusammenarbeit

"Betzvata" ist ein gemeinsames Projekt des Landes und der israelischen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem. Beide pflegen seit 2016 eine gute Partnerschaft. Die Kooperation sieht den Aufbau einer kontinuierlichen und nachhaltigen deutsch-israelischen Zusammenarbeit im Bildungsbereich vor. Die Fortbildungsveranstaltung ist ein Gemeinschaftsprojekt von Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein und schleswig-holsteinischen Landesbeauftragten für politische Bildung.

Tolerieren und diskutieren

"Demokratie ist eine Haltung", sagte Ministerpräsident Daniel Günther in Kiel."Das Zusammenleben in einer Demokratie setzt bestimmte Fähigkeiten voraus. Wer in einer Demokratie lebt, muss tolerieren, diskutieren und akzeptieren können." Demokratie sei mehr als Gewaltenteilung, Bürgerrechte und Meinungsfreiheit, erklärte Günther. Diese Fähigkeiten und die demokratische Grundhaltung könnten erlernt werden. Grundlage dafür sei die politische Bildung. "Ich danke daher allen Kooperationspartnern, die diese Veranstaltung möglich machen. Die Demokratiefortbildung ist für uns alle ein Gewinn."

Andere Meinungen akzeptieren

Den Auftakt der Fortbildung machte die aus Israel angereiste Referentin Dr. Uki Maroshek-Klarmann. Die Leiterin des Adam Institute for Democracy and Peace in Jerusalem erklärte den jungen Teilnehmern die "Betzavta-Methode", welche sie selbst 1988 mitentwickelt hat. Diese Strategie fördert die Konfliktkompetenz des Einzelnen. Dadurch erlernen die Jugendlichen einen ganz neuen Umgang mit Meinungsverschiedenheiten. Das Konzept zielt darauf ab, dass andere Personen nicht mehr als "Gegner" empfunden werden, sondern als Personen, die "eine andere Wahl getroffen haben". Die Wurzeln der "Betzavta-Methode" liegen in der israelischen Friedensbewegung begründet.

Kurse am Gustav-Stresemann-Institut

Nach der Auftaktveranstaltung geht es für die Schüler und Lehrkräfte ins niedersächsische Bad Bevensen. Im dortigen Gustav-Stresemann-Institut sollen die Teilnehmer ihre demokratischen Fähigkeiten in sieben Workshops weiterentwickeln. Unterstützung erhalten sie dabei von Trainern, die auf das "Betzavta-Konzept" spezialisiert sind. Am Ende der Veranstaltung sollen die jungen Kursteilnehmer aus elf schleswig-holsteinischen Städten gelernt haben, wie sich Konflikte demokratisch regeln lassen und wie verschiedene Interessen zum Ausgleich gebracht werden können.